Der neue Münchner Mobilitäts-Chef steht fest

Die Grünen haben Georg Dunkel (47) als Leiter des neuen Münchner Mobilitätsreferates vorgeschlagen. Bisher war er auch für den Verkehr zuständig - im Planungsreferat.
| Emily Engels
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Georg Dunkel.
Georg Dunkel. © Stadt München

München - Es ist ein wichtiger Posten in einem neuen Referat, das sich mit einer der Zukunftsfragen schlechthin für diese Stadt beschäftigt: Der zukünftige Chef des Mobilitätsreferates steht fest.

Die Grünen-Rosa Liste werden am Mittwoch dem Stadtrat vorschlagen, den 47-jährigen Georg Dunkel zu wählen. Dunkel ist parteifrei und war bisher Hauptabteilungsleiter Verkehrsplanung im städtischen Planungsreferat. Dort ist er für 68 Mitarbeiter zuständig. Wird er am Mittwoch gewählt, dann beginnt sein Amt am 1. Januar 2021. Dann soll es nämlich auch mit dem Mobilitätsreferat losgehen.

Dunkel hat reichlich Erfahrung beim Thema Mobilität der Zukunft

In dem neuen Referat sollen die bislang auf verschiedene Referate verteilten Kompetenzen und Zuständigkeiten für die Planung und Steuerung der Mobilität in München gebündelt werden. Fraktionschef Florian Roth erklärt zu der Personalie: "Wir freuen uns, mit Georg Dunkel einen erfahrenen und in der Münchner Verkehrspolitik bestens vernetzten Fachmann für die Leitung des Mobilitätsreferates gewinnen zu können."

Georg Dunkel hat reichlich Erfahrung beim Thema Mobilität der Zukunft. So hat er etwa an dem von der Inzell Initiative erarbeiteten Konzept "Modellstadt 2030" mitgewirkt. Die Inzell Initiative wurde 1995 von BMW und der Stadt gegründet, um gemeinsam Lösungen für Verkehrsprobleme zu finden.

Georg Dunkel steht für eine "enge Verzahnung von Verkehrs- und Stadtplanung"

Als weiteres wichtiges Forschungsprojekt im Austausch mit Wissenschaft und Industrie nennt Dunkel das Forschungsprojekt "City2Share". Bei dem Projekt geht es um "lokale Maßnahmen zur Förderung einer stadtverträglichen Mobilität und die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in den Quartieren". Ebenfalls wichtig für Dunkel: das Projekt "Easyride", bei dem es um automatisiertes Fahren in der Stadt geht.

Roth erklärt: "Georg Dunkel kennt die Probleme, die sich bei der Neugestaltung des Verkehrs in München ergeben, ebenso wie die Potenziale, die zum Beispiel durch eine höhere Flächeneffizienz nutzbar gemacht werden können."

Als langjähriger Mitarbeiter des Planungsreferats stehe er für eine "enge Verzahnung von Verkehrs- und Stadtplanung". Und, ebenfalls besonders wichtig für die grün-roten Ziele: Er räume den Belangen des Klimaschutzes hohe Priorität ein.

SPD zur Dunkel Personalie: "Eine gute Entscheidung."

"Die Grünen sind davon überzeugt, dass er die notwendige Mobilitätswende in München mit seinem enormen Fachwissen und mit großer Tatkraft voranbringen wird", fasst Roth zusammen.

Das sieht auch die SPD-Volt-Fraktion so. Chef Christian Müller sagt: "Wir unterstützen den Vorschlag unseres Koalitionspartners, Georg Dunkel zum Mobilitätsreferenten der Stadt zu wählen, und halten das für eine gute Entscheidung."

Für Insider dürfte die Personalie nicht allzu überraschend kommen. Denn seit Beginn der Projektplanung für ein Mobilitätsreferat ist Dunkel als Vertreter des Planungsreferats in einer Projektgruppe, die für die fachliche Ausplanung des neuen Referats zuständig ist.

Leitung Umweltreferat und Stadtschulrat offen

Dunkel ist nicht die einzige Personalie, die am Mittwoch in der Vollversammlung besprochen wird. Ebenfalls abgestimmt wird über die neue Chefin des Referats für Gesundheit und Umwelt.

Hierfür hatte die SPD ihre parteieigene Beatrix Zurek vorgeschlagen, die aktuell noch Stadtschulrätin ist. Hintergrund: Die bisherige Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs (parteilos) war zum 15. September ins Gesundheitsministerium gewechselt.

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Zureks Wechsel wiederum führt zu neuen Fragen in den Chefetagen des Rathauses. Denn wer auf sie folgt, ist noch unklar. Vorschlagsrecht haben die Grünen. Und ein weiterer Chefposten, der noch offen ist, ist der zukünftige Leiter oder die Leiterin des Umweltreferats, das es ebenfalls ab 2021 getrennt vom Gesundheitsreferat geben soll. Auf diesen Posten will sich Grün-Rot gemeinsam einigen.

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