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Delta-Variante: Immer mehr Fälle der Corona-Mutation in München

Sie ist deutlich ansteckender und wohl auch resistenter gegen die aktuelle Impfung: Die Delta-Variante des Coronavirus, die zuerst in Indien entdeckt wurde. Auch in München mehren sich mittlerweile die Fälle.
| Michael Schleicher
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In München kommt es immer häufiger zu Fällen der gefährlichen Delta-Variante des Coronavirus. (Symbolbild)
In München kommt es immer häufiger zu Fällen der gefährlichen Delta-Variante des Coronavirus. (Symbolbild) © Felix Hörhager/dpa

München - In München mehren sich die Fälle der Delta-Variante des Coronavirus. In den vergangenen zwei Wochen wurden mindestens 57 Fälle von B.1.617.2 in der Landeshauptstadt bestätigt.

Die sogenannten "besorgniserregenden Virusvarianten" machen in München mittlerweile 75,8 Prozent aller gemeldeten Fälle aus – immer häufiger handelt es sich dabei um die Delta-Variante, die zuerst in Indien festgestellt wurde.

Während München wegen sinkender Inzidenzzahlen und der fortschreitenden Impfkampagne immer weiter lockert, ist die neueste Virus-Mutation auf dem Vormarsch.

Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in München aus

Dass sich die Delta-Mutation in München ausbreitet, zeigt auch eine Auswertung der bayerischen Laborgemeinschaft Becker & Kollegen für die "Apotheken-Umschau". "Unsere aktuellen Befunde deuten an, dass sich nun die Delta-Variante ausbreitet. Dabei verdrängt sie ganz im Sinne einer Evolution im Zeitraffer offenbar andere Virusvarianten", erklärt Professor Jürgen Durner, Facharzt für Labormedizin und Chief Medical Officer von Becker & Kollegen.

So sei die Alpha-Variante (ehemals britische Variante), die in den letzten Monaten meist über 90 Prozent der SARS-CoV-2-Erreger ausmachte, mittlerweile rückläufig – und wird zunehmend von der Delta-Variante ersetzt.

Coronavirus: Delta-Variante ist deutlich ansteckender

Was Delta so gefährlich macht? Die Variante ist deutlich ansteckender als der Wildtyp, als die ursprüngliche Form des Virus. Zudem ist die Übertragung dem britischen Gesundheitsministerium zufolge auch größer als bei der Alpha-Variante, der ersten Mutation, die in Großbritannien entdeckt wurde. Die Briten sind alarmiert, denn dort hat sich Delta bereits ausgebreitet und macht inzwischen den größten Anteil der Neuinfektionen aus. Neun von zehn Corona-Infektionen sind dort mittlerweile Delta-Fälle.

Delta-Variante: So steht es um die Impfwirkung

Zudem heißt es seitens der englischen Gesundheitsbehörde Public Health England, dass sich Delta stärker als andere Varianten der Schutzwirkung der Impfstoffe entziehen könne. Das gelte vor allem nach nur einer Impfdosis, vollständig Geimpfte seien jedoch nach wie vor sehr gut vor der Delta-Variante geschützt.

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Söder warnt vor Delta-Variante

Die Bundesregierung hat bereits reagiert und Großbritannien wegen der Mutante wieder als Virusvariantengebiet mit strengen Einreise- und Quarantäneregeln eingestuft.

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie vor der Ausbreitung der Delta-Variante gewarnt. Obwohl Großbritannien eine vergleichsweise hohe Impfquote aufweise, breite sich die Variante dort stark aus und führe zu steigenden Inzidenzen, sagte Söder am Freitag in Nürnberg. Umso wichtiger sei es, in Deutschland weiter mit ungehindertem Tempo zu impfen. "Impfen ist die einzige echte Langzeitstrategie gegen Corona", sagte Söder.

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