Das Traum-Wetter zum Traum-Finale auf der Wiesn

Sonne satt, Freifahren und genug Bier für alle: Das Münchner Oktoberfest kann zu seinem 200. Geburtstag seinen Abschluss fulminant feiern.
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Das Ende versüßt: Diese Aufschrift auf einem Lebkuchenherzen war schon am Samstag zu sehen.
dpa Das Ende versüßt: Diese Aufschrift auf einem Lebkuchenherzen war schon am Samstag zu sehen.

MÜNCHEN - Sonne satt, Freifahren und genug Bier für alle: Das Münchner Oktoberfest kann zu seinem 200. Geburtstag seinen Abschluss fulminant feiern.

Petrus meint es noch einmal gut mit den Münchnern: Zum Endspurt des Oktoberfests soll es nach einer kalten Woche noch einmal strahlenden Sonnenschein geben. Das größte Volksfest der Welt geht am Montag zu Ende, einen Tag später als üblich: Zum 200-jährigen Bestehen bekamen Wirte, Schausteller und Marktkaufleute und Gäste eine Extratag geschenkt. Dafür gibt es zum Abschluss am Nachmittag für eine Stunde eine Ehrenrunde mit Freifahrten und kostenlosem Eintritt in alle Belustigungs- und Fahrgeschäfte.

Mehr als sechs Millionen Besucher kamen zur Jubiläums-Wiesn: Bis Sonntagabend werden es nach Schätzung von Festleiterin Gabriele Weishäupl mindestes 6,1 Millionen sein. „Dann kommt noch der Montag, den wir noch nicht einschätzen können.“ Am Samstag herrschte massiver Andrang. „Ein richtiger Schwung kommt da auf die Wiesn zu“, berichtete die Festleiterin. Bei der Polizei hieß es: „Die Zelte waren kaum auf, das waren sie schon wieder zu.“

Weitere gute Nachricht: Das nach altem Rezept gebraute Bier auf der historischen Wiesn, die im Südteil des Festgeländes mit nostalgischen Fahrgeschäften an die Ursprünge erinnert, wird nicht knapp. „Es müsste grad schön reichen“, sagte Manfred Newrzella vom Verein Münchner Brauereien am Samstag. „Es bleibt keiner auf dem Trockenen sitzen.“ Das „Münchner Bier“ war nur für das Jubiläum gebraut worden, das Rezept soll für immer geheim verplombt im Museum aufbewahrt werden. Die eigens hergestellten Bierkrüge, die sich bei den Besuchern großer Beliebtheit erfreuten und zu Hunderten in deren Taschen verschwanden, sollen am Montag verkauft werden – sie werden nie mehr gebraucht.

Zwar sieht es nach dem Riesenerfolg der historischen Wiesn danach aus, dass es einen Teil auch im nächsten Jahr wieder geben wird. Eine Chance für eine Neuauflage des „Münchner Biers“ sieht Newrzella aber nicht: „Das kann ich mit nicht vorstellen. Es ist ein riesiger Aufwand gewesen.“

Rund 500.000 Gäste kamen laut Weishäupl allein auf die sehr traditionell und bayerisch geprägte historische Wiesn. „Das ist ein deutlicher Auftrag der Münchner an uns.“ Allerdings müsse der Stadtrat entscheiden, wie es damit weitergeht – nicht zuletzt gibt es finanzielle Fragen.

Maßkrüge als Waffe

Getrübt wird die Bilanz von besonders vielen Maßkrugschlägereien, einmal wurde der Krug auch zur Waffe im Streit um das ansonsten unerwartet gut funktionierende Rauchverbot: Der Freund zweier Raucherinnen schüttete einer Bedienung das Bier über den Kopf und verletzte sie mit dem Krug.

Was heuer fehlt: der Wiesnhit. Zwar sei der Schunkelwalzer zum Jubiläum „200 Jahre Münchner Oktoberfest“ häufig gehört worden. „200 Jahr' Oktoberfest, 200 Jahr nur nette Gäst'“, heißt es da sehr euphemistisch. Ein echter Wiesnhit sei das aber nicht, betont Weishäupl. (dpa)

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