Das sagt Söder zur anstehenden OB-Stichwahl in München

Termine im Münchner Presseclub sind schon immer etwas Besonderes. Der Blick aus dem Fenster eröffnet eine beeindruckende Aussicht auf das Neue Rathaus. Den Begebenheiten geschuldet richten sich die Blicke der anwesenden Journalisten meist dennoch auf den Gesprächsgast auf dem Podium. Am Montag war das kein Geringerer als Ministerpräsident Markus Söder (CSU).
OB-Stichwahl in München: Markus Söder hält sich raus
Bei einem solchen Blick auf das Zentrum der Stadtpolitik kommt auch der Ministerpräsident freilich nicht drumherum, die anstehende OB-Stichwahl zu kommentieren. Anders als seine Kollegen von der Münchner CSU will sich der MP aber nicht auf einen Kandidaten festlegen: "Ich halte mich da raus", sagt er auf die Frage Reiter oder Krause? Er habe aber Verständnis für die Entscheidung seiner Parteifreunde: Für einen "normalen CSUler" wäre der Sprung zu den Grünen wohl viel zu weit.
Grundsätzlich zeigt sich Söder mit den Münchner CSU-Ergebnissen zufrieden – obwohl ihr Spitzenkandidat Clemens Baumgärtner bekanntlich deutlich unterlegen ist. "Eigentlich hat man das Ergebnis vom letzten Mal weitgehend gehalten", sagt Söder. Und wäre nicht "diese eine Sache passiert" – Söder meint die Aufregung um Dieter Reiters FC-Bayern-Posten –, "wer weiß, wie die Stichwahl dann ausgegangen wäre".

AfD legt zu, CSU stabil, Grüne schwach: "Sehr gut", findet Söder
Ohnehin spricht Söder lieber über die CSU-Ergebnisse in anderen Kommunen. Zwar habe seine Partei in Bayern früher eine andere Stellung gehabt. Einen Unterschied gibt es inzwischen aber: "Wir können heute in jeder Stadt gewinnen, aber auch in jedem Dorf verlieren."
Heuer habe sich die CSU stabil gehalten, während – wie Söder einräumt – die AfD am stärksten zugelegt habe. Die Grünen hätten hingegen – abgesehen von München – große Verluste hinnehmen müssen. Grund genug offenbar für das MP-Fazit "sehr gut" zur Kommunalwahl.