"Wirklich eine tolle Nachricht": Kleine Sensation in München entdeckt
Überall begeistern blühende Bäume in den letzten Wochen die Münchnerinnen und Münchner mit ihrer Pracht: Doch die zart-weiße Blütenpracht in den LBV-Biotopflächen im Münchner Westen und Norden ist eine kleine Sensation, denn hier blüht nicht „irgendein“ Obstbaum, sondern die Wild-Birne in ihrer ursprünglichen Form. Sie ist sozusagen die Mutter aller Birnen, die Ur-Birne, von ihr stammen alle Birnensorten ab, die wir essen.
Ein Gen-Test brachte den Beweis
Dass es sich wirklich um die nicht nur in München sehr seltene Baumart handelt, wurde jetzt per Gen-Test nachgewiesen. „Die Gen-Tests waren notwendig, um sicher festzustellen, dass es sich um die ursprüngliche, gebietsheimische Form dieser besonderen Birnenart handelt“, erklärt Heinz Sedlmeier, Geschäftsführer beim LBV München (Landesbund für Vogel- und Naturschutz). „Nun haben wir Klarheit, und das ist wirklich eine tolle Nachricht.“ „Pyrus pyraster“ heißt die Ur-Birnenart, von der alle zum Verzehr geeigneten Speisebirnen abstammen. Schon in der Antike entstanden daraus erste Zuchtformen, so der LBV.

Die Ur-Birne hat eine hohe Klimawandelresilienz und wird über 200 Jahre alt
„Die Wild-Birne ist ein Baum mit ganz besonderen Eigenschaften“, so Naturschützer Sedlmeier. „Sie weist eine hohe Klimawandel-Resilienz auf und kommt als heimische Baumart sehr gut mit Hitze und Trockenheit zurecht. Außerdem trägt die Wild-Birne Dornen und kann über 200 Jahre alt werden. Damit ist sie eine echte Ausnahme unter den Obstbaumarten.“
In München wird die Wild-Birne durch ein Artenhilfsprogramm vom Referat für Klima- und Umweltschutz der Landeshauptstadt München unterstützt. Ziel des Programms ist es, selten gewordene Arten, die einst in München häufig vorkamen, zu fördern und im Sinne der biologischen Vielfalt zu erhalten.

In München in "phänomenaler Menge" vorhanden
In ganz Bayern sind nur wenige Standorte der Wild-Birne bekannt. Umso mehr freuen sich die Münchner Naturschützer, dass sie in einem Münchner LBV-Biotop mit rund 20 Bäumen in geradezu phänomenaler Menge vorkommt. Der Naturschutzverein pflegt die Gehölze im Sinne des Artenhilfsprogramms und gewinnt aus geernteten Früchten autochthones, also gebietsheimisches, Saatgut zur weiteren Vermehrung.
Heinz Sedlmeier merkt an: „Im Gegensatz zu den kultivierten Edelbirnen eignen sich die Wild-Birnen eher nicht zum Verzehr. Sie sind kein, hart, pelzig – und außerdem wertvolle Lieferanten für neues Saatgut.“ Mit den gewonnenen Samenkernen werden also schon bald neue, junge Wild-Birnen an geeigneten Standorten blühen und die Biodiversität im Stadtgebiet bereichern.
Noch bis etwa Ende April begeistern die Bäume mit einer üppigen Blütenfülle und bieten so Insekten, beispielsweise Hummelköniginnen, die im Frühjahr neue Völker gründen, schon früh im Jahr überlebenswichtige Nahrung.
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Gelegenheitsleserin am 28.04.2026 13:48 Uhr / Bewertung:
@gubr am
"Vielsagend, dass man von den Grünen kaum etwas hört hinsichtlich der Identifikation und Erhält von solchen Bäumen bzw Pflanzen jedweder Art hört. Da braucht es einen Verein, der sich darum kümmert"
Den LBV in Bayern gibt es seit 1909. Er ist ein Naturschutzverband.
Warum sollte eine politische Partei, die es seit 1980 gibt, seine Aufgaben übernehmen?Antworten
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Wickie712 am 27.04.2026 10:49 Uhr / Bewertung:
Eckart Brandt hätte den Baum sofort richtg erkannt.
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gubr am 27.04.2026 09:44 Uhr / Bewertung:
Vielsagend, dass man von den Grünen kaum etwas hört hinsichtlich der Identifikation und Erhält von solchen Bäumen bzw Pflanzen jedweder Art hört. Da braucht es einen Verein, der sich darum kümmert. Migration, Gendern und Parkplatzvernichtung sind inzwischen die viel wichtigeren "grünen" Themen als Natur und Umwelt. Trotzdem werden sie vorrangig dafür gewählt, etwas für unsere Umwelt zu tun. Eigentlich ist das längst schon "Verpackungsschindel".
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