Die wilde Hoffnung von Münchens Tierpark Hellabrunn : Ein üppiger Scheck rettet die letzten Wildpferde der Welt

Der Tierpark Hellabrunn erhält eine Spende in sechsstelliger Höhe. Von dem Geld wird jetzt eine ganz besondere Tierart profitieren.
von  André Wagner
Der Münchner Tierpark Hellabrunn darf sich über eine großzügige Spende freuen. (Archivbild)
Der Münchner Tierpark Hellabrunn darf sich über eine großzügige Spende freuen. (Archivbild) © Daniel von Loeper

Der Tierpark Hellabrunn darf sich über eine großzügige Spende in Höhe von 100.000 Euro freuen. Zur Verfügung gestellt wird das Geld von der Stadtsparkasse München, welche den Münchner Tierpark schon seit vielen Jahren unterstützt.

"Als Stadtsparkasse München sind wir eng mit unserer Stadt und ihren Menschen verbunden. Wir übernehmen Verantwortung und fördern Projekte, die den Münchnerinnen und Münchnern wichtig sind. Dazu zählt seit vielen Jahren auch der Tierpark Hellabrunn", so Jan Mersmann, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse München.

Jan Mersmann (r), Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse München, überreicht Hellabrunn-Direktor Rasem Baban einen Spendenscheck in Höhe von 100.000 Euro.
Jan Mersmann (r), Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse München, überreicht Hellabrunn-Direktor Rasem Baban einen Spendenscheck in Höhe von 100.000 Euro. © Tierpark Hellabrunn / Lisa Reininger

Spende kommt den stark gefährdeten Przewalski-Pferden zugute

Das Geld fließt nun in die Neugestaltung der Anlage für die Przewalski-Pferde, die als letzte noch existierende echte Wildpferde-Art gelten. Lange teilten sich die Przewalski-Pferde, deren Art als stark gefährdet gilt, in Hellabrunn eine Anlage mit den Trampeltieren. Diese Gemeinschaftshaltung verhinderte es allerdings, beide Tierarten zu züchten.

Dies soll jetzt durch die eigens für die Przewalski-Pferde neugestaltete Anlage ermöglicht werden. Seit 2025 wird im Tierpark eine neue Zuchtgruppe aufgebaut, erste Erfolge zeigten sich bereits in diesem Jahr. Im Juni 2026 kam in Hellabrunn das erste Przewalski-Fohlen seit zehn Jahren zur Welt. 

Przewalski-Urwildpferde auf ihrer neuen Anlage im Münchner Tierpark Hellabrunn.
Przewalski-Urwildpferde auf ihrer neuen Anlage im Münchner Tierpark Hellabrunn. © Tierpark Hellabrunn / Lisa Reininger

Przewalski-Pferde galten einst in freier Wildbahn als ausgestorben

"Wir bedanken uns herzlich bei der Stadtsparkasse München für diese großzügige Unterstützung und das seit über 50 Jahren bestehende Engagement für unseren Tierpark. Die Neugestaltung der Przewalski-Pferde-Anlage ist ein wichtiger Schritt für Hellabrunn", zeigt sich Rasem Baban, Tierparkdirektor in Hellabrunn, dankbar.

Ende der 60er-Jahre galten Przewalski-Pferde in freier Wildbahn als ausgestorben, verursacht durch Jagd und Verdrängung durch Weidetiere. Nur durch international koordinierte Erhaltungszuchtprogramme zoologischer Einrichtungen, wie dem Münchner Tierpark, konnte die Tierart vom Aussterben bewahrt werden.

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.