Erstmals seit fast zehn Jahren: Ganz besonderer Nachwuchs in Hellabrunn

Przewalskipferde sind die letzten echten Wildpferde, die noch leben – dank Zuchtprogrammen in Zoos. Nicht nur deswegen ist die Freude über ein Jungtier in München besonders groß.
AZ/dpa |
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Der Isar-Eingang von Hellabrunn. Beim Tierpark gibt es jetzt Nachwuchs.
Der Isar-Eingang von Hellabrunn. Beim Tierpark gibt es jetzt Nachwuchs. © Sophia Willibald

Zum ersten Mal seit etwa zehn Jahren ist im Münchner Tierpark Hellabrunn wieder ein Fohlen der letzten echten Wildpferde geboren worden. Przewalski-Stute Belle und ihr kleiner Hengst seien "wohlauf" und entwickelten sich "prächtig", teilte der Zoo mit. Die Geburt sei der erste Zuchterfolg eines im Sommer 2025 aus Schottland nach München gekommenen Hengstes und "ein wichtiger Meilenstein".

Bei dem Fohlen handelt es sich laut Tierpark um einen kleinen Hengst.
Bei dem Fohlen handelt es sich laut Tierpark um einen kleinen Hengst. © Julien Huber/Tierpark Hellabrunn/dpa

Die leitende Tierärztin des Münchner Zoos, Christine Gohl sagte: "Jedes Fohlen ist wertvoll und wichtig für ein Artenschutzprojekt." Der Nachwuchs stärke "den Bestand der Art insgesamt". Denn das Przewalskipferd ist laut dem Tierpark die einzige noch lebende echte Wildpferdart. In den 1960er-Jahren galten Przewalskipferde demnach als in freier Wildbahn ausgestorben.

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Weitere Geburt steht kurz bevor

Dass es die Tiere überhaupt noch gebe, liege ausschließlich an Zuchtprogrammen in Zoos. Heute lebten wieder einige Przewalskipferde in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet – zum Beispiel in der zentralasiatischen Steppe in China, in der Mongolei und zuletzt in Kasachstan. Sie gelten aber weiter als stark gefährdet.

Erstmals seit fast zehn Jahren gab es im Tierpark Hellabrunn Nachwuchs bei den Przewalski-Pferden.
Erstmals seit fast zehn Jahren gab es im Tierpark Hellabrunn Nachwuchs bei den Przewalski-Pferden. © Tierpark Hellabrunn / Julien Huber

Laut Tierpark soll es in München nicht bei einem Przewalski-Fohlen bleiben: Schon in den kommenden Tagen werde eine weitere Geburt erwartet. Mit etwas Glück könnten Besucherinnen und Besucher diese miterleben.

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4 Kommentare
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  • Mallory am 03.07.2026 11:00 Uhr / Bewertung:

    Demnächst startet ja auch das Söder-Prestige-Objekt "Pandabären" im Münchner Zoo. Für knapp 30 Millionen (!) Euro wird ein eigenes Gehege (18 Mio) gebaut und die 2 Pandas für 10 Jahre (10 Mio) von China ausgeliehen. Für solche Selbstbeweihräucherungs-Projekte sowie die zeitnahe Anhebung der Abgeordneten-Diäten im Landtag hat Söder anscheinend genügend Steuergelder, der Sparzwang trifft nur die Kostenfaktoren Kinderstartgeld und Anpassung der Beamtenbesoldung. Die CSU wird die Quittung zeitnah von den Betroffenen bekommen.

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  • Freigeist31 am 03.07.2026 13:41 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Mallory

    Ihr Kommentar ist völlig daneben und noch dazu falsch!!! Machen Sie sich vorher "schlau" wie sich der Tierpark finanziert. Falls Sie finanzielle Probleme haben, wie wärs mit Arbeit?? Alles Gute!

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  • Mallory am 03.07.2026 14:43 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Freigeist31

    Hier noch ein wenig Nachhilfe für den liebenswerten Zeitgenossen Freigeist31......und danke für den Tipp mit der Arbeit :-)
    Das Panda-Projekt wird laut "Antenne Bayern" folgendermaßen finanziert:
    Die Staatsregierung plant, für den Bau des neuen Panda-Geheges 18 Millionen Euro bereitzustellen. Das Geld stammt aus dem Haushaltstitel zur Förderung des Tourismus.
    Neben den Baukosten kommen weitere Ausgaben hinzu. Für die Leihgebühr der Pandas verlangt China eine Artenschutzgebühr von 500.000 Euro pro Tier und Jahr. Bei zwei Pandas und einer Leihdauer von zehn Jahren entstehen so rund 10 Millionen Euro zusätzlich. Wer diese Summe ab 2028 zahlt, ist laut den Grünen offen. Die Staatsregierung nennt dazu keine Zahlen und keinen Kostenträger. Der Tierpark trägt nur die Unterhaltskosten.

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