CSU-Politiker fordert Ausweitung des Feuerwerksverbots in München

CSU-Politiker Wolfgang Stefinger möchte das verhängte Feuerwerksverbot in Teilen der Münchner Altstadt ausweiten. Konkret geht es ihm dabei um den Viktualienmarkt.
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Wolfgang Stefinger.
imago/STL Wolfgang Stefinger.

München - Am Dienstag haben das KVR und die Münchner Polizei das Feuerwerks- und Böllerverbot zu Silvester offiziell gemacht. Während innerhalb des Mittleren Rings ein totales Böllerverbot besteht, dürfen in Teilen der Altstadt sogar überhaupt keine Feuerwerkskörper gezündet werden.

Konkret geht es dabei um den Marienplatz, die Fußgängerzone und den Stachus. Der CSU-Politiker und Bundestagsabgeordnete Wolfgang Stefinger bittet in einem Schreiben an KVR-Chef Thomas Böhle und Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) nun, dass das verhängte Verbot weiter ausgebaut wird.

Viktualienmarkt: Stefinger sorgt sich um die Holzstandl

Stefinger fordert, dass an Silvester und Neujahr auch am Viktualienmarkt nicht gezündelt werden darf. Seine Befürchtung: Wenn die Raketen und Böller am Marienplatz nicht erlaubt sind, gehen die Feiernden eben ein paar Meter weiter auf den Viktualienmarkt, um dort dann knallend ins neue Jahr zu feiern.

Wolfgang Stefinger.
Wolfgang Stefinger. © imago/STL

Der 34-jährige Münchner, der gleichzeitig auch der 1. Vorsitzende der Freunde des Viktualienmarkts e.V. ist, sorgt sich um die Holzstandl am Viktualienmarkt. Seiner Meinung nach könnten die Gebäude teilweise in Flammen aufgehen, wenn sie von einem Feuerwerkskörper getroffen werden. "Da einzelne Stände sogar als sogenannte Kistenstände ausschließlich aus Holz und ohne Fundament bestehen, ist dieses Risiko nach meiner Einschätzung nicht mehr kalkulierbar", so Stefinger in seinem Schreiben an Böhle.

Laut Stefinger hatten die Marktleute bereits in der Vergangenheit mit Silvesterschäden an ihren Ständen zu kämpfen – unter anderem mussten die mit Folie abgehängten Bereiche aufgrund von Brandlöchern nach der Silvesternacht erneuert werden.

Der CSU-Mann schließt seine Argumentation mit einem Horrorszenario: "Aufgrund der gestern dargestellten Enge auf dem benachbarten Marienplatz und der angrenzenden Fußgängerzone sowie der komplett blockierten Rettungswege und Zufahrten, möchte ich mir einen Großbrand auf dem Viktualienmarkt an Silvester aufgrund einer verirrten Rakete gerade nicht vorstellen!"

Lesen Sie hier den AZ-Kommentar zum Thema: Böllerverbot - Feuerwerk light

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