CSU-Mann stänkert gegen Islamzentrum

Der CSU-Politiker Babor hat die Pläne zum Islam-Zentrum heftig kritisiert. Seine Partei spricht von einer „Einzelmeinung“, die Grünen von „gestrigen Ansichten“.  
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So hat die AZ über das geplante Islamzentrum berichtet, für das zeitweise ein Standort in der Herzog-Wilhelm-Straße angedacht war.
So hat die AZ über das geplante Islamzentrum berichtet, für das zeitweise ein Standort in der Herzog-Wilhelm-Straße angedacht war.

Der CSU-Politiker Babor hat die Pläne zum Islam-Zentrum heftig kritisiert. Seine Partei spricht von einer „Einzelmeinung“, die Grünen von „gestrigen Ansichten“.

München - Die Senioren-Union München hat sich gegen den Bau eines Islamzentrums in München positioniert. Der Vorsitzende und CSU-Stadtrat Reinhold Babor erklärte barsch, das Vorhaben grenze an „Größenwahn“. Er warnte vor einer möglichen Finanzierung durch das Emirat Katar, in dem die Scharia gelte: Über kurz oder lang werde „ in München ein Unterschlupf für Islamisten mit Billigung des Emirats entstehen“.

Bisher haben sich alle demokratischen Ratsparteien aufgeschlossen gezeigt für ein „Zentrum für Islam in Europa München“. Babors Querschuss stieß auch in den eigenen Reihen auf Unverständnis. CSU-Bezirkschef Ludwig Spaenle sprach von einer „absoluten Einzelmeinung“. Und: „Die CSU München sieht die Schaffung eines islamischen Kulturzentrums grundsätzlich positiv.“ Dagegen meinen die Grünen: „Die Angstmache der Seniorenunion beweist, dass ein Teil der Münchner CSU in Vorurteilen und gestrigen Ansichten hängen geblieben ist.“

Vom Tisch ist übrigens die Idee, das Islam-Zentrum in Stachus-Nähe zu bauen. OB Ude sagte jüngst, dafür sehe er keine Stadtratsmehrheit, auch aus Sicherheitsgründen.
 

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