Coronatest beim Roboter: Die AZ hat's ausprobiert

Eine Robotikfirma aus München hat eine Maschine entwickelt, die Coronatests durchführen soll. Die AZ hat das System ausprobiert.
| Paul Nöllke
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Der Arm befindet sich hinter einer Plastikmaske.
Der Arm befindet sich hinter einer Plastikmaske. © Franka Emika

München - Der mechanische Arm bewegt sich: Ein hoher Ton erklingt, in einer klaren Flüssigkeit beginnt es zu vibrieren. "Er desinfiziert sich jetzt", erklärt Simon Haddadin. 

Roboter soll Abstriche für Coronatests nehmen

Der Arzt ist Mitgründer der Robotik-Firma "Franka Emika" - und der Roboterarm, der gerade noch in der Flüssigkeit vibriert, wird gleich einen Coronatest an mir durchführen.

Normalerweise entwickelt "Franka Emika" in München Roboter für die Industrie. In einem Raum kann man sich ansehen, welche Aufgaben die Maschinen übernehmen können: Ein Roboter tippt auf einem Smartphone herum, öffnet Apps und schließt sie wieder, ein anderer fährt verschiedene Formen nach.

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Doch zu Beginn der Pandemie beginnt das Unternehmen einen neuen Roboter zu entwickeln. Er soll Abstriche für Coronatests durchführen. "Wir müssen uns alle schützen, aber die, die sich um uns kümmern, müssen uns in der Pandemie den Rachen herunterschauen", sagt Haddadin. Das soll nun der Roboter übernehmen.

Vorher desinfiziert sich der Roboter noch

Bevor der Abstrich beginnt, greift der Roboterarm eine Plastikmaske aus einem Korb und installiert sie an der Teststation. Auf diese Maske muss ich meinen Mund schieben.

Dann desinfiziert sich der Roboter, greift ein Wattestäbchen und hält es vor die Maske. Sobald ich bereit bin, drücke ich auf ein Pedal am Boden. Der Roboter schiebt mir das Stäbchen in den Rachen, rotiert es und zieht es wieder heraus. Der Abstrich dauert ein paar Sekunden. Der Roboter nimmt das Stäbchen und reicht es auf die andere Seite der Maschine, wo eine Mitarbeiterin den Test auswertet.

Nach Pilotprojekten: Ernstfall wartet auf den Roboter

Anfangs erklärt Haddadin, habe es Vorbehalte gegeben: Von einem Roboter getestet werden, das fühle sich für viele seltsam an. Doch bei Pilotprojekten sei der Test nach einer Zeit immer gut angekommen. Manche würden den Test per Roboter sogar bevorzugen.

Bald werden die Roboter von "Franka Emeka" bei einem großen Logistikunternehmen eingesetzt werden. Dann wird sich zeigen, ob sie auch im Dauereinsatz überzeugen.

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