Corona: Keine priorisierte Impfung für Münchens Lehrer

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter wollte, dass Schulpersonal an weiterführenden Schulen bei der Corona-Impfung priorisiert behandelt wird. Doch die Verwaltung sieht dafür keine Möglichkeit.
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Lehrer sollen innerhalb der Prioritätsgruppe nach vorne geschoben werden, fordert OB Dieter Reiter. (Symbolbild)
Lehrer sollen innerhalb der Prioritätsgruppe nach vorne geschoben werden, fordert OB Dieter Reiter. (Symbolbild) © Marcus Brandt/dpa

München - Die Stadt München kann derzeit keine bevorzugte Corona-Schutzimpfung für Lehrer und Lehrerinnen der beruflichen und weiterführenden Schulen anbieten.

In einem Schreiben an den bayerischen Gesundheits- und den Kultusminister hatte sich Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) Ende April dafür eingesetzt, Schulpersonal an weiterführenden Schulen priorisiert gegen Corona zu impfen.

Lehrer müssen weiter warten - keine Priorisierung

Und obwohl auch Kultusminister Michael Piazolo genau dies in Aussicht gestellt hatte, wurde das  von Seiten des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege nicht aufgegriffen, so dass keine bevorzugte Einladung der Lehrkräfte über die Registrierungssoftware BayIMCO erfolgen kann.

Auch eine Sonderaktion ist für diesen Personenkreis momentan nicht möglich. "Der Landeshauptstadt München wurde kein zusätzlicher Impfstoff vom Freistaat zur Verfügung gestellt", heißt es von der Verwaltung.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) bei einem Besuch der Intensivstation der München Klinik Schwabing.
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) bei einem Besuch der Intensivstation der München Klinik Schwabing. © Tobias Hase/dpa

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD): "Ohne zusätzlichen Impfstoff müssten für eine Sonderaktion entweder bereits vereinbarte Termine mit anderen Impfberechtigten wieder abgesagt oder zumindest für die Zukunft weniger Termine für diese freigeschalten werden. Leider bleibt der Freistaat zudem eine Vorgabe schuldig, welche Gruppen gegenüber Lehrkräften an weiterführenden Schulen zurückgestuft werden sollen."

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Das Schulpersonal der weiterführenden Schulen in die Prioritätsgruppe 2 zu verschieben, hätte dem Referat für Bildung und Sport zufolge "einen äußerst langwierigen Prozess angestoßen". Deshalb habe sich Reiter bewusst dafür entschieden, eine Priorisierung innerhalb der Gruppe zu 3 zu fordern.

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