Bus, Tram und U-Bahn in München: Aufruf zum Streik

Die Urabstimmung für Bus-, Tram- und U-Bahnfahrer in München ist gestartet. Ab Montag kann der Arbeitskampf beginnen.
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Fordert „Bezahlung bis zum Arbeitsende“: U-Bahnfahrer Harry Neumann stimmt im Wahllokal an der Dachauer Straße ab.
Petra Schramek Fordert „Bezahlung bis zum Arbeitsende“: U-Bahnfahrer Harry Neumann stimmt im Wahllokal an der Dachauer Straße ab.

MÜNCHEN - Die Urabstimmung für Bus-, Tram- und U-Bahnfahrer in München ist gestartet. Ab Montag kann der Arbeitskampf beginnen.

Die ddb Tarifunion droht mit dem Ernstfall: Schon nächste Woche könnten Münchens Busse, Trams und U-Bahnen stillstehen. Am Mittwoch rief die Gewerkschaft zur Urabstimmung. Seit Beginn der Frühschicht konnten die Bus-,Tram- und U-Bahnfahrer in den Wahllokalen abstimmen.

Am Montag, wenn die Urabstimmung zu Ende ist, wird’s möglicherweise ernst: Dass der Streik schon am selben Tag losgeht, sei nicht ausgeschlossen, sagte dbb-Sprecherin Britta Ibald am Mittwoch zur AZ. „Das Tarifangebot der Arbeitgeber reicht aus unserer Sicht nicht aus – insbesondere was die Verbesserung der Arbeitszeitregelungen angeht“, betonte sie. In zentralen Forderungen – fünf Prozent mehr Gehalt und eine Arbeitszeit-Anrechnungen der Leerzeiten zwischen den Schichten der Fahrer – gebe es „keinerlei Entgegenkommen“ der Arbeitgeber.

Stimmen bei der Urabstimmung bis zum 6. September mindestens 75 Prozent der GDL-Mitglieder für den Streik, ist der Verkehrskollaps in München gewiss. Denn: Von den insgesamt 1300 Fahrern in Münchner Bussen, U- und Trambahnen sind laut ddb Tarifunion mehr als die Hälfte über die dbb-Mitgliedsgewerkschaft GDL organisiert. Die Rede ist also von mehr als 650 Fahrern, die sich in München an bayernweiten Streiks beteiligen. Auch während der Wiesn schließt die ddb Tarifunion Streiks weiterhin nicht aus. Die Gewerkschaft Verdi, die beim Streik nicht mitmacht, übt Kritik: „Wir halten das Gebrüll des dbb nicht für zielgerichtet", so Verdi-Landesfachbereichsleiter Frank Riegler.

MVG-Chef Herbert König wiegelt ab. Er glaubt: „Unsere Mitarbeiter sind vernünftiger als ein paar GDL-Funktionäre aus Berlin.“ Anne Hund

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