Bundestagskandidatin Doris Wagner: Den Norden ergrünen

Die Münchnerin Doris Wagner ist als Bundestagskandidatin der Grünen nominiert. Sie peilt das Direktmandat an.
| Felix Müller
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Doris Wagner (Grüne).
Doris Wagner (Grüne). © az

München - Na klar, ein kleiner Seitenhieb auf die parteiinternen Kritiker ist bei Florian Post auch am Sonntag drin. Wie er das Nominierungsergebnis der Grünen Doris Wagner bewertet, die im Norden gegen den SPD-Bundestagsabgeordneten Post antreten wird? "Das zeigt vor allem, wie geschlossen die Münchner SPD hinter ihrem Kandidaten steht!", ruft Post ins Telefon.

Der hat sich vor zwei Wochen überraschend deutlich gegen die parteiinterne Konkurrenz durchgesetzt. Doris Wagner wiederum holt am Freitagabend bei den Basis-Grünen im Münchner Norden nur 46 von 87 Stimmen, 39 fallen auf die 33-jährige Marie Wißmiller.

Als Schuss vor den Bug will Wagner das aber auf keinen Fall verstanden wissen. "Ich bin total zufrieden", sagte sie am Sonntag im Gespräch mit der AZ. Sie habe die Wahl "sehr ernst genommen", Marie Wißmiller sei vor Ort bei den Grünen sehr präsent, viele der neuen jungen Grünen-Mitglieder wiederum seien noch gar nicht in der Partei gewesen, als Wagner von 2013 bis 2017 schon einmal im Bundestag saß.

Doris Wagner peilt im Wahlkampf das Direktmandat an

Einer, der schon in jener Zeit mit ihr im Bundestag saß, ist Dieter Janecek. Der Münchner Abgeordnete sagte am Sonntag: "Mit Doris Wagner haben die Grünen eine starke und profilierte Kandidatin aufgestellt, die mit vollem Einsatz für das erste grüne Direktmandat im Münchner Norden kämpfen wird." Wagner habe sich als "Verteidigungsexpertin und Vorkämpferin für echte Gleichstellung" im Bundestag einen Namen gemacht, sagte Janecek.

Florian Post (SPD).
Florian Post (SPD). © Daniel von Loeper

Wagner selbst will im beginnenden Wahlkampf das Direktmandat anpeilen - mit sozialen Themen. "Rentnerinnen, die sich keine neue Brille kaufen können, Kinder aus abgehängten Familien, Menschen, die durch Corona den Boden unter den Füßen verlieren: Diese Menschen brauchen uns - und ich will ihre Stimme im Bundestag sein", sagte Wagner.

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Münchner Norden: Der engste Wahlkreis der Stadt

Über die 57-Jährige, die die Stabsabteilung der Messe München leitet, könne er "persönlich gar nichts Schlechtes sagen", erklärte Post am Sonntag. Und sagte dann doch noch was Politisches: "Durch besondere Aktivitäten im Wahlkreis ist sie mir aber noch nicht aufgefallen."

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Das könnte sich im anstehenden Wahlkampf ändern. Der Münchner Norden gilt als der engste Wahlkreis in der Stadt. Dritter im Bunde dürfte Bernhard Loos werden, der 2017 für die CSU das Direktmandat erringen konnte. Er wird aber erst Anfang des neuen Jahres offiziell nominiert.

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