Bundespolizei verhindert Kindesentführung am Flughafen München

Nach einem Ehestreit schnappt ein 43-jähriger gebürtiger Algerier seine beiden Kleinkinder, darunter einen Säugling, und will in die Heimat flüchten. Ein Bundespolizist stoppt ihn.
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Ein Bundespolizist verhindert, dass ein Mann mit seinen beiden Kleinkindern nach Algerien flüchtet.
Bundespolizei Ein Bundespolizist verhindert, dass ein Mann mit seinen beiden Kleinkindern nach Algerien flüchtet.

München - Dank der Spürnase eines Bundespolizisten am Münchner Flughafen konnte verhindert werden, dass ein Familienvater seine beiden Kleinkinder ohne den Willen der Mutter in seine Heimat Algerien verschleppt.

Am Mittwochabend wollte der Mann mit seiner zweijährigen Tochter und seinem sieben Monate alten Sohn über die Türkei in sein Geburtsland Algerien fliegen. Bei der grenzpolizeilichen Ausreisekontrolle stoppte der Beamte die Reise des 43-Jährigen.

Der Polizist befragte den Augsburger nach den Gründen für die Reise. Dieser erzählte von einer Urlaubsreise und von seiner - krankheitsbedingt - ans Bett gefesselten Frau, die die Reise kurzfristig absagen musste. Sie sei so schwer krank, dass sie weder telefonieren, noch ihr Einverständnis für die Reise mit den Kindern geben könnte.

Mutter ahnte von nichts

Das machte den Beamten misstrauisch. Er nahm den Mann und dessen Kinder mit auf die Wache und bat die Kollegen der Polizeiinspektion am Wohnort der Familie um Hilfe. Diese brachten die Gewissheit: Die Ehefrau bestätigte den Beamten, dass sie mit der Reise des Mannes, von der sie überhaupt nichts wusste, nicht einverstanden sei.

In einem Streit hatte ihr Mann die Kinder geschnappt und die Wohnung verlassen. Sie habe nicht geahnt, dass der Mann mit ihnen ins Ausland fliehen wollte.

Die Bundespolizisten am Flughafen nahmen daraufhin die Kinder in Schutzgewahrsam und übergaben sie noch am Abend der Mutter, die auf einen Strafantrag gegen den Mann verzichtete.

Lesen Sie hier: Erfolgreiche Fahndung - Polizei hat den S-Bahn-Schubser!

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