Brutale Attacke nach Oktoberfest: Polizei durchsucht Hotel - Opfer weiter bewusstlos

Update vom 07.10.: Der 52 Jahre alte Familienvater aus dem Landkreis Freising, der nach einem Ausflug auf die Wiesn von einem Mann attackiert und zu Boden geschlagen wurde, liegt weiterhin im Koma. Der Zustand des Patienten lasse derzeit keine Schlüsse zu, ob der Mann wieder ganz gesund werde. Ob er bleibende gesundheitliche Schäden behalten werde, müsse abgewartet werden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.
Wenn der 52-Jährige aus dem Koma erwacht, könnte seine Aussage die Ermittlungen einen entscheidenden Punkt weiterbringen. Inzwischen hat sich nämlich der Rikscha-Fahrer gemeldet, der ganz in der Nähe stand, als der Familienvater zu Boden geschlagen wurde. Die Tat selbst habe er nicht gesehen, gab er zu Protokoll. Dafür konnte er Hinweise auf die Gruppe geben, zu der der mutmaßliche Schläger offenbar gehört haben könnte.
Brutale Wiesn-Schlägerei: Polizei durchsucht Münchner Hotel
Der Rikscha-Fahrer nannte der Polizei die Adresse eines Hotels in der Schillerstraße, zu dem die Gruppe wollte. Polizisten haben das Hotel mittlerweile durchsucht und sind dabei auch auf eine Gruppe Touristen aus Frankreich gestoßen. Die Identitäten der Touristen wurden geklärt. Ein konkreter Tatverdacht gegen eine Person aus der Gruppe bestehe derzeit aber nicht, sagte ein Polizeisprecher. Die Gruppe durfte daher inzwischen die Heimreise nach Frankreich antreten.
Wenn das 52-jährige Opfer in den nächsten Tagen aus dem Koma erwachen sollte und dann gesundheitlich in der Lage wäre, eine Aussage bei der Polizei zu machen, müsse der Familienvater den mutmaßlichen Täter identifizieren können. Damit ließe sich klären, ob der mutmaßliche Täter Teil der Touristengruppe aus dem Hotel in der Schillerstraße war. Der Familienvater müsste den Angreifer wiedererkennen und identifizieren können, so die Hoffnung der Ermittler. Bisher konnte die Polizei keinem aus der Reisegruppe eine Tatbeteiligung nachweisen.
Brutale Attacke nach Oktoberfest: 52-Jähriger ringt im Koma um sein Leben
Erstmeldung vom 29.09.: Ein Ausflug auf das Oktoberfest endete am Montagabend für einen 52-Jährigen aus dem Landkreis Freising auf der Intensivstation einer Münchner Klinik. Der Familienvater liegt im Koma, ob er jemals wieder ganz gesund wird, ist unklar.
Der 52-Jährige wollte nach Angaben der Polizei kurz vor Mitternacht im Bereich Bavariaring Ecke Pettenkoferstraße in eine Rikscha einsteigen. Er und seine Familie kamen von der Wiesn. Dabei geriet er in Streit mit einer Gruppe von drei oder vier Personen, vermutlich Touristen aus Frankreich.
Täter schlägt mit der Faust zu
Der Familienvater stieg aus der Rikscha und ging zu der Gruppe. Ein bisher nicht identifizierter Mann schlug dem 52-Jährigen mit der Faust ins Gesicht. Der Familienvater fiel wie ein Baum um und schlug laut Polizei mit dem Kopf ungebremst auf den Boden auf.
Ein Angehöriger (21) griff ein, der Täter schlug auch ihm mit der Faust ins Gesicht. Dann ergriff der Täter die Flucht. Die Polizei sucht den Fahrer der Rikscha als Zeugen, er wird gebeten, sich im Präsidium zu melden.
Opfer liegt im Koma
Der 52-Jährige kam mit dem Notarzt ins Krankenhaus. Der Familienvater hat schwerste Kopfverletzungen erlitten und musste noch in der Nacht notoperiert werden. Seitdem liegt der Patient im Koma. Ob der Mann aus der Nähe von Freising sich von seinen schweren Verletzungen je wieder ganz erholt, wird sich vermutlich erst in den kommenden Wochen herausstellen. Der Schläger sprach vermutlich Französisch. Er ist etwa 1,80 Meter groß und hat dunkle Haare. Hinweise an die Polizei unter der Telefonnummer 089/29100.