Brief an Verkehrsminister Scheuer: Münchens OB Reiter will Abbiege-Assistenten für Lkw

"Hier ist täglich Gefahr im Verzug", schreibt Münchens OB Dieter Reiter in einem Brief an CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer.
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Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).
Daniel von Loeper Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).

München - 395 Münchner Radfahrer sind 2018 bei Abbiegeunfällen im toten Winkel verletzt worden. Im Mai ist ein Schulbub (11) gestorben, den ein abbiegender Lastwagen an der Corneliusstraße überrollt hat. Jetzt wendet sich Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) per Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).

Angesichts des unfassbaren Leids und der Tatsache, dass solche Unfälle durch einen Abbiegeassistenten vermieden werden könnten, fehle ihm "jedes Verständnis dafür", dass diese Technologie "nicht längst verpflichtend als Zulassungsvoraussetzung für neue Lkw vorgeschrieben ist und zudem keine Pflicht zur Nachrüstung der bestehenden Lkw-Flotte vorgeschrieben wird", so der OB in seinem Schreiben. "Hier ist täglich Gefahr im Verzug."

Reiter: Unverständnis für Scheuers Argumentation

Scheuers Hinweis in der BR-Sendung "Quer", dass das nur über eine gesamteuropäische Regelung möglich sei, könne er "nicht nachvollziehen".

Die Stadt München habe geprüft, ob Zufahrtsverbote für Lastwagen ohne Abbiegeassistenten möglich sind. Aber auch nachdem mögliche Maßnahmen umgesetzt wären, bleibe "die Ausrüstung aller Lkw mit einem Abbiegeassistenten unverzichtbar".

Lesen Sie hier: Unfalltod auf der Corneliusbrücke - Stadt will Laster einbremsen

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