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Black Friday in München: Shoppen bis in die Nacht – Aktivisten kündigen Protest an

Die Schnäppchenjagd zum Black Friday geht in der Fußgängerzone in die Verlängerung: Viele Geschäfte öffnen bis 22 oder 23 Uhr. 
Jan Krattiger
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Zu Black Friday haben viele Geschäfte in der Münchner Innenstadt abends länger geöffnet – und auch der Christkindlmarkt.
Zu Black Friday haben viele Geschäfte in der Münchner Innenstadt abends länger geöffnet – und auch der Christkindlmarkt. © Felix Hörhager/dpa

Der "Black Friday" ist als Schnäppchen-Tag längst auch in München angekommen. Für die diesjährige Rabattschlacht am Freitag, 28. November, haben sich viele Geschäfte in der Innenstadt etwas Besonderes überlegt: Sie nutzen das neue bayerische Ladenschlussgesetz, das es ihnen erlaubt, abends länger zu öffnen.

Konkret sind es rund 30 Läden und Ladenpassagen, die teilnehmen: Sie haben größtenteils bis 22 Uhr geöffnet. Manche sogar bis 23 Uhr, wie zum Beispiel der Galeria Kaufhof am Marienplatz oder der Breuninger in der Sendlinger Straße.

Shoppingnacht zu Black Friday: Was in München geplant ist

Das ist zwar noch keine der acht per Gesetz neu erlaubten Shopping-Nächte, deren Datum die Stadt bestimmt und die dann generell für alle Geschäfte gelten. Dazu fehlt in München noch die Verordnung der Stadt.

Schon jetzt haben die Geschäfte aber die Möglichkeit, viermal im Jahr bis 24 Uhr geöffnet zu haben. Mit etwas Unterstützung von Citypartner, dem Verein der Innenstadthändler, haben die Geschäfte das für diesen Black Friday geplant.

Erwarten die Läden da den großen Ansturm? "Wir sind verhalten optimistisch, Sie kennen es ja: gesamt-volkswirtschaftlich ist man momentan zurückhaltend", sagt Wolfgang Fischer von Citypartner. "Man ist wegen der vielen Meldungen, die tagtäglich auf einen einprasseln, nicht gerade in Feierlaune", sagt er. Aber vielleicht gebe es gerade deswegen eine Gegenbewegung: "Dann gönne ich mir und meiner Familie mal etwas", würde sich vielleicht mancher denken.

Christkindlmarkt an zwei Abenden länger offen

Eine zweite solche Abendöffnung ist für den dritten Adventssamstag (13. Dezember) geplant. Was Fischer besonders freut: An diesen beiden Abenden hat auch der Christkindlmarkt länger geöffnet, nämlich bis 22.30 Uhr. "Sonst wäre die Atmosphäre wohl etwas gruselig gewesen", sagt Fischer – und lobt dafür ausdrücklich die Stadt.

Nicht alle Läden in der Innenstadt sind dabei am Freitag. Es sei auch noch eine Lernphase, so Fischer. "Bei solchen Neuerungen braucht es in der Regel auch eine gewisse Zeit, bis das bei den Münchnern und den Besuchern aus dem Umland bekannt und gewohnt ist", sagt er.

Für die Geschäfte sieht er auch Vorteile: "Es ist vielleicht auch eine Entzerrung der Tage, wo es sehr voll ist", so Fischer. "Man kann gemütlich bummeln, dann bei den Innenstadtwirten noch etwas essen und anschließend die restlichen Sachen besorgen".

Glück für Geschäfte: Stammstrecke nicht gesperrt

Was zusätzlich für mehr Publikum in der Innenstadt sorgen dürfte am Freitagabend: Die Stammstrecke ist – nicht wie in anderen Jahren – am Freitagabend nicht gesperrt. Erst ab Samstag (29. November) um 21.45 Uhr bis Montag (1. Dezember) ist das der Fall.

Alle teilnehmenden Geschäfte finden Sie hier.

Black Friday in München: Protest angekündigt

Das „Klimanetz München“ protestiert am Freitag gegen den „Black Friday“. Das ist ein Zusammenschluss lokaler Klima-Initiativen, darunter zum Beispiel die "Parents for Future München". Sie wollen am Freitag vor Filialen von Fast-Fashion-Anbietern kostenlose Secondhand-Kleidung verteilen.

Vor dem Einkaufszentrum PEP in Neuperlach soll zwischen 16.30 und 18.30 Uhr ein riesiger Kleiderberg mit ausgedienter Mode aufgetürmt werden. Außerdem gibt es Redebeiträge.

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5 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
  • ClimateEmergency am 26.11.2025 08:14 Uhr / Bewertung:

    "Konsumismus ist eine
    Ideologie, die die ständige und oft übermäßige Befriedigung von Bedürfnissen durch den Kauf von Waren und Dienstleistungen propagiert. Er wird als eine Lebenseinstellung betrachtet, bei der persönliches Glück und Identität eng mit materiellem Besitz und Konsum verbunden sind. Der Begriff wird häufig kritisch verwendet, um eine Kultur zu beschreiben, in der Konsum zu einem zentralen Lebensinhalt wird.

    Merkmale:
    - Konsum als Identitätsstifter: Der eigene Konsum wird genutzt, um sich selbst und seine soziale Schicht auszudrücken.
    - Ständige Erneuerung: Konsumismus fördert eine "Wegwerf-Kultur", die darauf abzielt, gebrauchte Produkte schnell zu ersetzen.
    - Ersatzreligion: Die Befriedigung durch Konsum kann, nach Ansicht von Kritikern, zu einer Ersatzreligion werden, die Glücksgefühle verspricht.
    - Wirtschaftliche Triebfeder: Auf ökonomischer Ebene steht Konsumismus für die Theorie, dass die Förderung des individuellen Konsums zu mehr Wirtschaftswachstum führt

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  • CO2 Voodoo am 25.11.2025 10:52 Uhr / Bewertung:

    Die Kunden kommen nicht in die Stadt weil die Bahn nicht fährt. Mit dem Auto geht auch nicht, weil die Grünen über deren Häscher pseudoparteilos Dunkel die Parkplätze enteignet haben. Danke Didi für Dein Versagen.

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  • Dugi am 25.11.2025 10:43 Uhr / Bewertung:

    Geschäfte, die bis 22 Uhr offen haben.
    Was in vielen Ländern in der Welt alltäglich ist, ist in Bayern revolutionär.

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