Bitte einsteigen: München bekommt einen neuen Regio-Bahnhof

Ein neuer Bahnhof entsteht mitten in München, die Stadt investiert Millionen. Trotzdem bleibt ein großes Versprechen unerfüllt.
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Am neuen Bahnhof an der Poccistraße sollen in Zukunft Züge aus Rosenheim halten.
Am neuen Bahnhof an der Poccistraße sollen in Zukunft Züge aus Rosenheim halten. © Deutsche Bahn

München bekommt einen neuen Bahnhof – und zwar an der Poccistraße. Die Deutsche Bahn will dort voraussichtlich 2029 mit dem Bau eines neuen Regionalhalts beginnen. Fertig soll dieser 2032 sein. So stellt es das Mobilitätsreferat in einer Beschlussvorlage in Aussicht.

Diesen Bahnhof plant zwar die Bahn im Auftrag des Freistaats. Aber auch das Münchner Rathaus muss sich damit beschäftigen. Denn ursprünglich war in den Planungen nur ein Zugang von der Westseite her vorgesehen. Der Stadtrat beschloss nun, einen zweiten Zugang von Osten her zu finanzieren. Dieser entsteht zwischen dem KVR und der Städtischen Berufsfachschule für Kinderpflege – also in der Nähe vom Bahnwärter-Thiel-Gelände. Die Kosten sollen – inklusive Aufzüge – bei etwa 6,8 Millionen liegen. Das Mobilitätsreferat geht davon aus, dass der Bund davon etwa 2,3 Millionen übernimmt.

Neuer Bahnhof für München: Ein S-Bahn-Halt ist nicht geplant

Dass der Regionalzughalt kommt, ist für Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher eine gute Nachricht. Noch zufriedener wäre er allerdings gewesen, wenn die Bahn den Bahnhof so planen würde, dass dort eines Tages auch S-Bahnen halten können. Denn schließlich wünschen sich bei Grünen und SPD viele schon lange einen S-Bahn-Südring.

Die Entscheidung, dass die Stadt einen zweiten Zugang zu dem Bahnhof im Osten finanziert, findet Bickelbacher richtig. Über die Westseite werde der Bahnhof über einen 100 Meter langen schlauchförmigen Gang entlang einer Lärmschutzwand erschlossen, erklärt er. Für viele hätte das weite Umwege bedeutet. SPD-Stadträtin Barbara Likus regte an, diese Mauer künstlerisch zu gestalten.

Halten sollen an dem neuen Bahnhof Züge, die nach Rosenheim und ins Chiemgau fahren. Wer an der Poccistraße wohnt und dort hin will, muss momentan erst mit U- und S-Bahn zum Ostbahnhof. Allerdings verzögert sich das Projekt schon seit einer ganzen Weile: Ursprünglich sollten dort die ersten Züge 2026 halten.

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Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
  • Huldreich am 11.12.2025 18:33 Uhr / Bewertung:

    Gods own Country, Aber von Söders und Aiwangers Gnaden! Kein Wunder, bei den jahrzehntelangen CSU Verkehrs- Ministern, die machen eben alles verkehrt, samt DB und ÖNV! Aber ob es die anderen besser könnten oder machten? Ich fürchte , es ist so eine deutsche Charaktereigenschaft: Viel quatschen, aber wenig tun, bes. unsere Politiker- innen! Armes Deutschland!👎🏿👺🤮

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  • kartoffelsalat am 12.12.2025 10:47 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Huldreich

    Bayern hat mit Mecklenburg-Vorpommern die schlechteste ÖV-Anbindung bundesweit:

    https://www.deutschlandatlas.bund.de/DE/Karten/Wie-wir-uns-bewegen/103-Erreichbarkeit-Nahverkehr-Haltestellen.html

    Wie es besser ginge zeigt ein Blick in den Westen wo die linksgrünversifften Ideologen diesbezüglich einen recht guten Job zu machen scheinen.

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  • Radl Rainer am 11.12.2025 12:49 Uhr / Bewertung:

    Seit 40 Jahren redet man davon, seit 20 Jahren vom Steg am Hauptbahnhof. Geschafft wurde, typisch bayerisch, nichts. In BaWü baute man kilometerlange Hochgeschwindigkeitsstrecken fertig, baute riesige unterirdische Fernbahnhöfe, elektrifizierte fast alle Bahnstrecken, die es noch nicht waren, reaktivierte viele Bahnstrecken und verlegte Glasfaser-Internet in jedes Dorf.

    Und was ist in Bayern? Nichts. Söder, Aiwanger und Anhänger haben absolut nichts hinbekommen. Verbringen ihre Zeit mit Dönerfressen oder beim Autofahren ins "Handy" philosophien.

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