Bekennerschreiben zum Stromausfall in München: Auch IAA in Gefahr?

In dem Bekennerschreiben zum Brandanschlag in München kündigen die Verfasser auch weitere Angriffe an. Ein Ziel: Die Internationale Automobilausstellung IAA, die im September in München stattfindet.
| Lukas Schauer
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Ungeachtet der Absage des Oktoberfests soll die Internationale Automobilausstellung IAA im September in München wie geplant stattfinden.
Ungeachtet der Absage des Oktoberfests soll die Internationale Automobilausstellung IAA im September in München wie geplant stattfinden. © Sven Hoppe/dpa

München - Die Internationale Automobilausstellung (IAA) soll das erste Großevent sein, das in München trotz Corona-Pandemie stattfinden kann.

Die Vorbereitungen für die Messe laufen bereits auf Hochtouren. Dazu gehört selbstverständlich auch ein Sicherheitskonzept. Dieses könnte wichtiger denn je sein, sollte sich bewahrheiten, was Unbekannte in einem Schreiben ankündigen, das im Zusammenhang mit dem Stromausfall in München vom vergangenen Wochenende aufgetaucht ist.

IAA in München als mögliches Angriffsziel genannt

Darin übernehmen, so es denn echt und nicht von Trittbrettfahrern verfasst sein sollte, mutmaßlich Personen aus dem linksextremen Spektrum Verantwortung für den Stromausfall. Man habe die Infrastruktur angreifen wollen, so die Verfasser.

Und: Sie kündigen in dem Schreiben weitere Angriffe an. Konkret genannt wird darin auch die IAA. Die Münchner Polizei prüft das Schreiben derzeit noch. Mittlerweile ermittelt die Extremismus-Zentralstelle.

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Konkret äußern wollen sich die Ermittler zu dem Punkt nicht und auch von Seiten der IAA will man offiziell dazu keine Stellung beziehen. Das Schreiben beziehungsweise der Inhalt ist aber bekannt und nach AZ-Infos wurde darüber auch mit Sicherheitsbehörden gesprochen.

Auch Umweltaktivisten kündigen Aktionen an

Für die IAA-Planer ist eine latente Bedrohungslage allerdings nichts Neues. Als Vertreter der Automobilbranche sind sie für die linksextreme Szene wie auch für Umwelt-Aktivisten ein leichtes Feindbild. 2019 etwa hatte das Bündnis "Sand im Getriebe" die Eingänge zur IAA in Frankfurt blockiert und den Messeablauf gestört.

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Die Aktivisten haben bereits angekündigt, auch bei der IAA in München aktiv werden zu wollen. "Die Selbstdarstellung von Autokonzernen und ihren schweren Straßenpanzern hat im 21. Jahrhundert keinen Platz mehr, weder in München noch sonstwo! Angesichts der Umwelt- und Klimakrise hat das Auto als Massenverkehrsmittel ausgedient", hieß es letztes Jahr dazu in einer Mitteilung.

Und weiter: "Wenn die IAA nach München kommt, muss sie sich auf große Proteste der Verkehrswende- und Klimabewegung einstellen!"

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