Bayern-Fan verurteilt Löwen-Anhängerin zu Geldstrafe

Eine 52-jährige Löwen-Anhängerin bekommt eine milde Geldstrafe für ihre Pöbeleien gegen Polizisten während des Amateur-Derbys im August 2015. Der Richter ist ausgerechnet ein Bayern-Fan.
| John Schneider
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Die Angeklagte beim Verlassen des Gerichtsgebäudes.
jot Die Angeklagte beim Verlassen des Gerichtsgebäudes.

München - Die Polizei hatte auf Fair Play gehofft. Diese Hoffnung wurde mal wieder enttäuscht. Rund um das kleine Derby zwischen dem TSV 1860 und dem FC Bayern am 2. August 2015 kam es um das Grünwalder Stadion zu Randale und Auseinandersetzungen unter den Fangruppen und mit der Polizei. Unter anderem hatten sich randalierende Fans in einem Biergarten verschanzt. Mittendrin Löwen-Fan Karla T. (52, Name geändert). Sie soll bei einer der Auseinandersetzungen provoziert und Beamte mit Gesten beleidigt haben.

Amateur-Derby: Polizei, Bengalos, nackte Popos

Amtsrichter Thomas Müller, der sich in der Verhandlung als FC-Bayern-Fan outete, belässt es trotz der Vorstrafen der Löwin wegen Beleidigung dennoch bei der eher milden Geldstrafe von 1.800 Euro.

Die geständige Angeklagte habe zwar den Straftatbestand des Landfriedenbruchs erfüllt, so der Richter, darum komme man nicht herum, aber sie habe sich „ambivalent“ verhalten. Neben den Provokationen und beleidigenden Gesten habe sie auch immer wieder mäßigend auf einen der Rädelsführer eingewirkt. Das war auf einem damals aufgenommenen Video vom Geschehen zu sehen gewesen. Nicht zu sehen war für den Richter der Versuch eines Fußtritts, der der Frau von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen wurde.

Angeklagte und Ankläger akzeptieren Müllers Richterspruch. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

Lesen Sie auch: Löwen-Fans verklagen Polizei -

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