AZ-Kommentar zur Europawahl: SPD im Abwärtsstrudel

Der Lokalchef Felix Müller über die Probleme der taumelnden SPD.
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Das Europaparlament in Brüssel. (Archivbild)
Laurent Dubrule/EPA/dpa Das Europaparlament in Brüssel. (Archivbild)

AZ-Lokalchef Felix Müller über die Probleme der taumelnden SPD.

Es fließen Tränen, es gibt Rücktritte, die Münchner SPD verzweifelt an ihrem katastrophalen Wahlergebnis. Es ist Juni 2014. Die Partei arbeitet die Stadtratswahl auf.

Fünf Jahre ist das erst her. Man kann es kaum fassen. Die SPD verzweifelte über ein Ergebnis von mehr als 30 Prozent der Stimmen – bei der Europawahl erreichte sie ein Drittel davon. Mit Blick auf die Kommunalwahl 2020 muss der SPD angst und bange werden. Ab 2014 wollte man sich neu aufstellen, wieder die stolze München-Partei werden. 2019 muss man sagen: nicht gelungen.

Kriselnde Bundes-SPD, Öko-Zeitgeist, reiche Zugezogene, Miet-Katastrophe: Natürlich analysieren in der Stadt-SPD viele richtig, wo Probleme liegen. Nur: Man wird sie nicht lösen, vor allem nicht schnell. Reiter ist populär, versucht, mit viel Geld Durchschnitts-Münchner zu entlasten. Das könnte für ihn persönlich 2020 noch mal reichen. Gegen eine grün-schwarze Mehrheit? Das wäre das nächste Desaster für die SPD, die sich dringend für die Zeit nach Reiter empfehlen muss. Wie bitter! Es werden wohl noch sehr viel mehr Tränen fließen.

Lesen Sie hier: Europawahl 2019 - Das sind die Bayern in Brüssel

Lesen Sie hier: Bei Kommunalwahlen ähnlicher Trend wie bei Europawahl

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