Ausflug am Maiwochenende: Genussvoll wandern zwischen Lech und Loisach

Es muss nicht immer hoch hinaus gehen: Im Pfaffenwinkel können Wanderer entdecken, wie die Natur erwacht. Richtig ausgetreten sind die Pfade selten - ein Paradies für Entdecker!
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Der Blick vom Hohen Peißenberg.
Der Blick vom Hohen Peißenberg. © athrin Schön/Reinhold Lehmann

München - Wiesen, Wälder, Moore, Flüsse und Seen, die Landschaft im Pfaffenwinkel ist herrlich abwechslungsreich - und mit ihren vielen Kirchen und Kapellen auch für Kulturinteressierte interessant.

Ein Ausflug in die Region zwischen Weilheim und Schongau lohnt sich also gleich in mehrfacher Hinsicht. Während es weiter oben in den Bergen wegen der Schneeschmelze oft noch matschig ist, lässt sich in niedrigeren Lagen der erwachende Frühling schon in vollen Zügen genießen. Viele Anregungen dafür finden sich im neuen Rother-Bergführer "Pfaffenwinkel" (15 Euro) von Kathrin Schön und Reinhold Lehmann. Fünf Touren daraus stellen wir Ihnen hier vor:

Von Bad Bayersoien bis zur Scheibum: Wo die Ammer spektakulär fließt

Der Ammerdurchbruch, bekannt auch als Scheibum.
Der Ammerdurchbruch, bekannt auch als Scheibum. © Kathrin Schön/Reinhold Lehmann

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Ludwigstraße Bad Bayersoien
Strecke: 13,7 km
Dauer: 3:40 Stunden

Vom Parkplatz an der Ludwigstraße in Bad Bayersoien , 804 m, wandern wir westwärts, stets der Beschilderung "Soier Mühle, Ammerschlucht" folgend. Bald darauf biegt ein Fußweg nach links ab und gibt den Blick in eine Senke frei, in der sich einst der Obere Soier See befand und die heute von verschiedenen Moorgesellschaften eingenommen wird. Am Ende des Weges führt in einer Rechts-Links-Kombination ein beschilderter Asphaltweg zu einer Gehölzgruppe hinauf, wo uns ein Wegweiser nach links in Richtung "Saulgrub/Achele" leitet.

Wir wandern auf einem Feldweg hinab bis zur nächsten Markierung , 815 m, wo unser eigentlicher Rundweg beginnt. Nach links folgen wir dem Wegweiser "Saulgrub/Achele" oberhalb der Ammerschlucht entlang. Der anfängliche Forstweg leitet in einen Wiesen-Waldpfad über, der zu einem spektakulären Aussichtsplatz, 820 m, auf die Ammerschlucht, mit Infotafel und Bänken, führt. Weiter geht es durch den Wald leicht auf und ab, bis wir auf einen Forstweg stoßen, der nach rechts - rechts liegt eine eingezäunte Weide mit Stall - führt. Wir folgen ihm bis an sein Ende, 844 m.

© Barbara Häring/Bergverlag Rother

Dort geht es einen markierten Pfad links die Moräne hinauf zum nächsten Forstweg und dort weiter nach rechts in Richtung der Wegweisung "Achele". Nachdem wir ein kurzes Stück durch den Wald gegangen sind, gelangen wir auf einem Pfad in ein durch vereinzelte Heustadel gespicktes, weites Wiesenareal. Hier heißt es aufgepasst, damit man die bald darauffolgende Wiesenpfadkreuzung, 880 m, nicht versäumt, die nach rechts in den Wald leitet ("gelbe Markierung"). Nach ca. 130 m folgt die nächste für uns relevante Hinweistafel "Achele", der wir durch Wald und Wiesen folgen, bis man auf ein Asphaltsträßchen trifft. Hier zeigt die Beschilderung unser nächstes Ziel an, die "Scheibum".

Vorbei an dem Wirtshaus Acheleschwaig, 860 m, geht es hinab zur Ammer. Kurz vor der Kammerlbrücke folgen wir für einen Abstecher der Markierung nach rechts, um auf einem Pfad zum Aussichtspunkt des Ammerdurchbruchs, der Scheibum, 791 m, zu gelangen.

Wieder zurück, geht es über die Brücke links vorbei am unter Denkmalschutz stehenden Wasserkraftwerk Kammerl, den Terrassenhang hinauf. Dort halten wir uns rechts, überqueren den Kanal, um danach das Tälchen des Leitenwiesgrabens zu passieren. Danach geht es die bewaldete Ammerflanke, teils über Treppen, steil hinauf, bis wir den Waldrand erreichen.

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Links steht ein Marterl, 830 m, rechts weist uns die Beschilderung zurück nach Bad Bayersoien. Der wurzelige Pfad geht relativ eben meist durch Wald. Da er nicht so gut ausgebaut und beschildert ist, sollte man aufmerksam bleiben, um den Pfad nicht zu verlieren. Nach ca. 30 Minuten gelangt man auf einen Forstweg, 840 m, dem wir nach links folgen, bis wir zu einer Infotafel bzw. unserem Wegweiser "Bad Bayersoien über Hargenwies" kommen. Entlang des Waldrands und über Weiden geht es nach Hargenwies, 840 m, wo uns ein Sträßchen nach rechts bis zur Abzweigung nach Kreut, 866 m, führt.

Nach rechts folgen wir dem Schild "Soier Mühle", queren dabei den Weiler und gehen auf einem Forstweg hinab in die Ammerschlucht. Kurz vor der Soyermühle , 753 m, kann man linker Hand die Kalkablagerungen bewundern, die durch das Überrieseln der Moose entstanden sind. Mittels des Steges überqueren wir die Ammer und gehen über die steilen Treppen den bewaldeten Hang hinauf, wo wir bei der Markierung, 815 m, wieder auf unseren Hinweg stoßen, dem wir zurück zum Ausgangspunkt Bad Bayersoien folgen.


Von Benediktbeuern zum Kochelsee Ausgiebige See- und Flusspartie

Sobald man am Kochelsee ist, kann man sich auch eine kurze Rast gönnen, die Aussicht lohnt sich.
Sobald man am Kochelsee ist, kann man sich auch eine kurze Rast gönnen, die Aussicht lohnt sich. © Matthias Balk/dpa

Ausgangspunkt: Alpenwarmbad, Benediktbeuern
Strecke: 17,6 km
Dauer: 4:50 Stunden

Vom Parkplatz am Alpenwarmbad Benediktbeuern, 649 m, aus folgen wir dem Feldweg oberhalb des Erlebnisbades. Stets dem Wegweiser nach Kochel folgend, geht es an der nächsten Weggabelung halb links weiter. Auf einem Wiesenweg, dann auf einem Pfad durch den Wald und schließlich am Waldrand entlang wandern wir weiter aufwärts. Mündet unser Weg in einen Spurweg, so folgen wir diesem nach rechts und erreichen bald mit Ausblick auf das Kloster Benediktbeuern auf einem Asphaltsträßchen die schmucken Bauernhöfe auf dem Pfisterberg, 706 m.

Am Wegweiser gehen wir geradeaus Richtung Kochel/Pessenbach weiter. Kurz im Wald folgen wir dem Forstweg nach rechts erst ein wenig abwärts, dann wieder etwas hinauf. Zweigt unser Wanderweg nach rechts ab, folgen wir weiterhin dem Wegweiser Kochel/Pessenbach. Nun geht es auf einem Pfad durch den Wald und mittels einiger Holzstege über eingetiefte Bäche teils steil hinab zu einer Wegkreuzung oberhalb des Ötzschlössls, 668 m. Hier folgen wir anfangs dem Kiesweg aufwärts, verlassen diesen aber noch vor dem Weiderost nach rechts.

© Barbara Häring/Bergverlag Rother

Bald führt der Wiesenweg unter den Ötzliften hindurch, dann geht es durch einen Bergmischwald. Erreichen wir wieder den Forstweg, so folgen wir diesem nach rechts weiter aufwärts. Dann geht es durch ein Wiesentälchen mit Bergblick sanft abwärts. Auch der Kochelsee taucht bald auf. Wir folgen stets der Wegweisung nach Kochel, auch an der Kohlleiten-Alm, 730 m, wandern wir geradeaus weiter abwärts über die Kohlleite mit ihren Weiden. Direkt vor dem Wasserbehälter weist ein Schild nach rechts zum Aussichtspunkt Kohlleite, 695 m, den wir nach etwa 150 m erreichen.

Zurück auf dem Forstweg, folgen wir diesem jetzt steil hinab nach Kochel. Die Kalmbachstraße bringt uns an einem Landhaus mit Rundturm und Rathaus vorbei. An der Einmündung gehen wir kurz rechts und sehen vor uns das Schmied-von-Kochel-Denkmal, 609 m. Vor dem Hotel zur Post biegen wir in die Hanersimmergasse ein und folgen dieser bis zum Friedhof. Nun wandern wir geradewegs an dessen Mauer entlang. Der Spazierweg führt uns unterhalb des Aspensteinschlössls durch ein Wäldchen und an einem kleinen Moorgebiet vorbei zum Parkplatz des Trimini-Bads.

An der Einmündung queren wir die Straße und wandern nun an der Infotafel zum Prälatenweg vorbei nach rechts am Seeufer entlang. In gleicher Gehrichtung gelangen wir an Schießanlage und Sportplatz vorbei zur Schlehdorfer Straße, welche wir leicht nach links versetzt überqueren. Direkt vor der Brücke nehmen wir den Fußweg, der immer entlang der Loisach durch ein riesiges Verlandungsmoor, 600 m, führt. An der Einmündung gehen wir halb links weiter. Schließlich führt uns der Kiesweg vom Fluss weg und zum Gehöft Brunnenbach, 602 m, das einst am See lag. Wir biegen links ab, dem Wegweiser nach Benediktbeuern folgend. Gelangen wir zur Lainbachbrücke, so überqueren wir diese nach rechts und wandern geradeaus durch das Moos sanft ansteigend nach Benediktbeuern. Die Eisenbahnlinie queren wir mittels einer Unterführung, 620 m. Der Mondscheinweg bringt uns zur B11, der wir auf der linken Straßenseite ein Stück weit südwärts folgen. Jenseits des Lainbachs biegen wir links in die Van-Felsen-Straße Richtung Restaurant Waldschänke ein. An diesem vorbei führt uns das Sträßchen durch den Wald zurück zum Ausgangspunkt .


Steingaden und Wieskirche Wallfahrt zur Wies

Die Klosterkirche in Steingaden.
Die Klosterkirche in Steingaden. © Kathrin Schön/Reinhold Lehmann

Ausgangspunkt: Steingaden, Parkplatz an der Kissingerstraße
Strecke: 11,1 km
Dauer: 2:50 Stunden

Vom Parkplatz aus an der Kissingerstraße in Steingaden, 762 m, gehen wir kurz rechts und dann links zwischen Gasthof zur Post und ehemaliger Klosterschmiede hindurch auf den Marktplatz. Wir halten uns links und gehen an der ehemaligen Prämonstratenser-Stiftskirche St. Johannes der Täufer, 764 m, vorbei durch die Welfenstraße. Hier befinden sich weitere ehemalige Klosterbauten.

An der Einmündung mit dem großen Wegkreuz biegen wir rechts ab und gelangen zur Füssener Straße. Dieser folgen wir nach links südwärts. An der Schlögelmühle, 775 m, verlassen wir die B17 nach halb links. Unsere Straße geht bald in einen Kiesweg über. Den Bach entlang wandern wir erst durch den Wald, dann an Wiesen vorbei. Richtung Wieskirche geht es an einer Weggabelung, 790 m, nach rechts über den Bach hinüber; dann passieren wir einen Weidezaun und ein Bildstöckl. Die Markierung 2 geleitet uns über die Weide.

© Barbara Häring/Bergverlag Rother

Bald geht es durch den Wald. Ein Steg führt uns über einen kleinen Bach. Nun steigt der Weg an, es geht hinauf auf das Haareck, 853 m. An der Einmündung wandern wir rechts, an der nächsten Abzweigung nach links weiter, der Beschilderung zur Wieskirche folgend. Ein wurzeliger Fußpfad geleitet uns noch ein Stück durch den Wald. Bald haben wir den Brettlesweg erreicht, der uns durch das Naturschutzgebiet Wiesfilz, 855 m, führt. Über Wiesen und Weiden geht es an einigen Häusern und der Wieskapelle vorbei zur Wieskirche, 876 m, dahinter der Trauchberg mit der Hohen Bleick. Dann setzen wir unsere Wanderung auf dem Sträßchen geradeaus fort, das uns am Rande des Wiesfilzes durch teils naturnahe Fichten-Erlen-Bruchwälder führt.

An einer Weggabelung geht es halb rechts weiter. Wir gelangen am Oberen Lindegger See, 848 m, vorbei, einem alten Stauweiher des Klosters Steingaden. Dann steigt der Weg wieder etwas an und schlängelt sich zwischen Wiesen und Weiden hindurch. Halten wir uns weiter rechts, so kommen wir in den Weiler Hiebler. Hier geht es Richtung Steingaden links weiter. Mit Blick auf den Auerberg wandern wir steil zu einem in einer weiteren Moränensenke gelegenen Einzelhof hinab und dann wieder hinauf. An der nächsten Wegkreuzung, 820 m, biegen wir rechts ab. Vor uns liegt der Biberschwöller See, dann folgt der Grabensee.Auf der Asphaltstraße geht es nun stets abwärts. Haben wir die B17 erreicht, so folgen wir ihr nach rechts in den Ort hinein. Am Wegweiser nach Litzau gehen wir kurz rechts, bevor wir links abbiegen und an der Klosterkirche , vorbei zum Ausgangspunkt zurückwandern.


Hohenkasten und Pollingsried: Wunderbare Frühjahrstour

Der Streitberger Weiher.
Der Streitberger Weiher. © Kathrin Schön/Reinhold Lehmann

Ausgangspunkt: Hohenkasten
Strecke: 12,1 km
Dauer: 3 Stunden

Vom Wirtshaus Hohenkasten, 682 m, aus folgen wir knapp einen Kilometer der Kreisstraße abwärts Richtung Antdorf. Dann zweigt halb links ein Sträßchen Richtung Neuried/Gröben ab, das wir entlanggehen. Neuried lassen wir links liegen und wandern weiterhin bergab nach Gröben, 633 m, weiter. Wir passieren den Weiler und wandern Richtung Lauterbach weiter. Nach der Kuppe folgen wir geradeaus dem Sträßchen durch Aufforstungsflächen. Schließlich gelangen wir im Bereich einer Wegkapelle, 627 m, auf eine große Lichtung.

Wir wandern am Gehöft Oberlauterbach vorbei, dann nimmt uns der Wald wieder auf. Auf der nächsten Lichtung liegt der Gabelchristhof. An der Wegkreuzung wandern wir geradeaus auf dem Kiesweg weiter. Sämtliche Abzweigungen und Beschilderungen ignorierend, geht es recht eben wieder durch den Wald. An einer größeren Wegkreuzung, 619 m, - hier ein stehendes Totholz mit Zunderschwämmen - biegen wir links ab, dem Wegweiser Richtung Hohenkasten und Pollingsried folgend.

© Barbara Häring/Bergverlag Rother

Nun geht es am Waldrand entlang eines mäandernden Bächleins sanft aufwärts. Wir verlassen das Wiesental und gelangen wieder in den Wald. Auf sonnigem Weg geht es weiterhin sanft aufwärts, bis unser Weg einen von links kommenden Forstweg aufnimmt. Von dieser Weggabelung, 651 m, aus wandern wir noch ein Stück geradeaus bis zur idyllisch gelegenen Einöde Tradfranz. Zurück zur Weggabelung, folgen wir dem Forstweg ein Stück aufwärts, bis in einer Rechtskurve (Schild: Lauterbach) ein gekiester Spurweg links abzweigt. Geradeaus führt er uns zur Pollingsrieder Kapelle, 661 m. Hier standen bis um 1900 Häuser.

Nun gehen wir wieder zur Abzweigung zurück und biegen nach links Richtung Lauterbach ab. Wir kommen an einem nur zeitweise wassergefüllten Toteisloch, 644 m, vorbei, wo wir nach links weitergehen. An der nächsten Wegkreuzung biegen wir rechts ab und gelangen so zum Rohrmooser Weiher mit großer Verlandungszone, welcher wie der Streitberger Weiher einst zum Kloster Polling gehörte. Wir gehen gleich rechts über seinen Damm und danach gleich links hinauf über einen länglichen Hügel (Drumlin) nach Streitberg, 675 m, weiter. Folgen wir dem Sträßchen geradeaus, kommen wir in einer Rechtskurve mit Bergblick am Streitberger Weiher vorbei. Ein weiterer Weiher schließt sich fast nahtlos an. Um diesen herum folgen wir dem Kiesweg nach links und wandern weiter durch den Wald an einem Graben mit Sumpfdotterblumen entlang zwischen zwei Drumlins hindurch. Haben wir den Waldrand, 669 m, erreicht, gehen wir, stets dem Wegweiser zum Wirtshaus Hohenkasten folgend, kurz rechts, bevor uns ein links abzweigender Wiesenweg zum Wirtshaus Hohenkasten zurückführt.


Über den Hohen Peißenberg: Ein vielgestaltiger Berg

Der Blick vom Hohen Peißenberg.
Der Blick vom Hohen Peißenberg. © athrin Schön/Reinhold Lehmann

Ausgangspunkt: Bahnhof Hohenpeißenberg
Zielpunkt: Bhf. Peißenberg
Strecke: 11,4 km
Dauer: 3:10 Stunden

Vom Bahnhof Hohenpeißenberg, 726 m, aus folgen wir dem Wegweiser zur Wallfahrtskirche nach rechts aufwärts. Nach ca. 400 m biegen wir links in den Kohlgrabenweg ein (König-Ludwig-Weg). Ein kurzes Stück abwärts, dann wandern wir vor den eingezäunten Fichten rechts weiter und gelangen so mit Blick auf den Hohen Peißenberg in den Ortsteil Brandach.

An der Einmündung geht es links weiter. Haben wir die Hauptstraße erreicht (für den direkten Weg auf den Hohen Peißenberg ginge es geradeaus, "Hanslweg"), folgen wir ihr ca. 500 m weit nach links bis zu einer scharfen Linkskurve. Hier verlassen wir die Hauptstraße und gehen geradeaus Richtung Wessobrunn weiter. In einer lang gezogenen Linkskurve nehmen wir nach der Bushaltestelle den Kapellenweg nach rechts und wandern an der Leonardikapelle vorbei.

© Barbara Häring/Bergverlag Rother

Bald zweigt rechts ein Graspfad zur Wallfahrtskirche ab, der uns in den Wald hinaufführt. Hier folgen wir dem geschotterten Weg aufwärts. Im Bereich einer kleinen Kapelle durchschneidet er eine Moräne. Bald gelangen wir zu zwei weiteren höhenlinienparallel verlaufenden Wällen, die ebenfalls als Moränen, 922 m, zu deuten sind. Nach einem Marterl öffnet sich der Wald und wir erreichen den Gipfel des Hohen Peißenbergs. Von hier aus folgen wir dem 2011 neu eingerichteten Wetterlehrpfad mit 10 Stationen in umgekehrter Reihenfolge.

Um zum Eingang der 1619 erbauten Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt zu gelangen, gehen wir auf einem Pfad nach rechts um diese herum. Es geht vorbei am Gasthaus "Bayerischer Rigi", 985 m. Auf dem weiteren Weg ostwärts wandern wir nach dem Friedhof nun entlang der Asphaltstraße hinab, vorbei an der Stele zur Ortsgeschichte und dem 158 Meter hohen Sendeturm. An einer Rechtskehre nehmen wir vor der Leitplanke, 927 m, den links abzweigenden Pfad hinab. Das Asphaltsträßchen führt uns vorbei an Oberschwaig.

Nach einem Wäldchen steht links die Tafel 11 des Bergbaulehrpfades. Am nächsten Gehöft (Hinterschwaig) biegen wir links ab. Dem Stollenweg folgen wir weiter, kurz nach Mitterschwaig steht die nächste Tafel (Nr. 12). Dann verlassen wir den Lehrpfad wieder und wandern geradeaus weiter. Beim Hölzl, 811 m, - das sind die nächsten Häuser - biegen wir vor einer Garage nach links ab. Ein Grasweg führt uns an Weiden vorbei hinab zu einer Asphaltstraße, auf der wir weiter abwärts mit Blick auf den Molassezug Guggenberg-Westerleiten zum Weinbauer, 747 m, gelangen. An diesem gehen wir vorbei und gelangen durch einen Wald hinunter zu einem Schild, das die Verkehrsteilnehmer vor Kühen warnt. Wir wenden uns nach links und gehen am Jörgamohof (hier gibt es den Schlüssel für die Kapelle) vorbei, bald auf einem schmalen Pfad nach links zur Kapelle St. Georg, 707 m, hinüber.

Zurück am Weinbauer, nehmen wir den "Serpentinenweg" steil hinab nach Peißenberg. Haben wir die Asphaltstraße erreicht, so sehen wir rechter Hand das Bergbaumuseum, das über den Kohlebergbau am Hohen Peißenberg informiert. Wir aber wenden uns für einen weiteren Abstecher zunächst nach links und folgen dem Schild "Gasthaus" hinauf. Tafel 15 des Lehrpfades markiert die Stelle, wo einst die Kuranlage von Bad Hohensulz, 619 m, stand. Jahrhundertelang wurde das eisen- und schwefelhaltige Wasser zur Heilung verwendet. Den Weg zurück, und wir erreichen geradeaus die evangelische Friedenskirche. Rechts hinab über die Schienen biegen wir kurz vor der Hauptstraße rechts in die Bergwerkstraße ab, die uns zum Bahnhof Peißenberg, 600 m, führt.

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