Augustiner expandiert

Das erstmals in der Geschichte der  Münchner Kultbrauerei eröffnet sie ein Wirtshaus in Niederbayern.  Auf einer Aussichtsplattform soll ein gläsernes Wirtshaus entstehen.
| H. Denk, A. K. Koophamel
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Viel Glas, viel Grün: So soll das neue Wirtshaus auf der Veste in Passau aussehen.
Viel Glas, viel Grün: So soll das neue Wirtshaus auf der Veste in Passau aussehen.

Das erstmals in der Geschichte der  Münchner Kultbrauerei eröffnet sie ein Wirtshaus in Niederbayern.  Auf einer Aussichtsplattform soll ein gläsernes Wirtshaus entstehen.

Passau - Ein gläsernes Gasthaus ist selbst bei einer mehr als 680 Jahre alten Brauerei wie Augustiner noch etwas Neues. In Passau werden die Münchner auf der Veste Oberhaus eine solche Wirtschaft errichten. Damit haben sie sich den schönsten Blick über die Stadt gesichert.

Der Klinkerbau liegt seit zwölf Jahren brach. Damals kaufte die Verlegerfamilie Diekmann („Passauer Neue Presse“) das Areal und wollte hoch über der Stadt ein Tagungszentrum errichten. Doch das Geld fehlte, der Klinkerbau im Stil der 70er Jahre verfiel und wurde in der Stadt nur noch als „Schandfleck“ betitelt. Am Donnerstag genehmigte der Passauer Stadtrat, dass Augustiner als Investor das Gebäude abreißen darf. Doch damit fangen die Probleme schon an.

Weil die Kultbrauerei keine Pressestelle hat, laufen die Informationen jetzt in der Spitze der Lokalredaktion der „Passauer Neuen Presse“ zusammen. Sicher ist nur, dass das alte Haus im Sommer abgerissen wird und die neue Wirtschaft mit viel Glas bis zum Frühsommer 2013 stehen soll. Bis zu 250 Sitzplätze soll das neue Lokal haben, dass das erste von Augustiner in der niederbayerischen Metropole sein wird.

Auch Architekt Philipp Donath darf sich nicht zu seinen Entwürfen äußern. Von Augustiner heißt es, man wolle ein bayerisches Wirtshaus betreiben, das auch dann besucht werden kann, wenn nicht die Sonne scheine.

Hier das nächste Problem: Auf die Veste führt nur ein schmaler Fußweg, eine Seilbahn wurde vor kurzer Zeit abgelehnt. Ein Pendelbus bringt tagsüber Gäste auf die Plattform, nun wird im Stadtrat diskutiert, ob man einen Aufzug in den Berg baue.

Die Stadtspitze spricht von einem „ruinösen Bestand“. „Die jetzt vorliegende Planung ist sehr gefällig und wird eine erhebliche Attraktivitätssteigerung für Oberhaus bringen“, teilte Bürgermeister Jürgen Dupper in einem Schreiben mit.

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