Am Marienplatz: Der Donisl wird entkernt

Gute Nachrichten: Das Traditionslokal soll nach dem Neubau eine Gaststätte bleiben. Im Frühjahr präsentiert Hacker Pschorr das Konzept – Suche nach dem Pächter läuft
| Laura Kaufmann
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Nostalgie-Bilder: Der Donisl direkt nach dem Krieg
Bayerische Hausbau 5 Nostalgie-Bilder: Der Donisl direkt nach dem Krieg
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Dieses Wirtshaus kennt jeder Münchner: Der Donisl
Bay. Hausbau 5 Dieses Wirtshaus kennt jeder Münchner: Der Donisl

Gute Nachrichten: Das Traditionslokal soll nach dem Neubau eine Gaststätte bleiben. Im Frühjahr präsentiert Hacker Pschorr das Konzept – Suche nach dem Pächter läuft

Altstadt - Viel ist spekuliert worden um den geschichtsträchtigen Donisl. „Auch eine anderweitige Nutzung schließen wir nicht aus“, hatte Bernhard Taubenberger von der Schörghuber-Gruppe 2011 über die Zukunft der Gaststätte zur AZ gesagt – damit schien eine lukrative Einzelhandelsnutzung wahrscheinlich. Ende dieses Jahres läuft der Pachtvertrag mit der Familie Wildmoser aus, das Gebäude wird komplett entkernt.

Erfreulich: Statt Shirts und Handys wird es wieder Schweinsbraten und Hendl in der Weinstraße geben. „Wir planen eine Gastronomie, die bayerische Tradition und Moderne, Gemütlichkeit und Zeitgeist, Bierkultur und städtisches Flair miteinander vereint“, sagt Hacker-Chef Andreas Steinfatt. In den nächsten Wochen soll das „zeitgemäße Konzept“ fertig gestellt werden, im Frühjahr ist es spruchreif.

Der Donisl, der heute hauptsächlich als Touri-Anlaufstelle einen Namen hat, hat schon viele Wiedergeburten überstanden. Seit 1315 war im Haus eine kleine Weinschänke, seit 1760 nennt die Bevölkerung das Lokal, in dem mittlerweile Bier getrunken wird, „Zum Donisl“. Nachdem die Brauerei Pschorr die Gaststätte 1885 erwirbt, entwickelt sie sich zu einer der bestbesuchten der Stadt – die im Zweiten Weltkrieg komplett zerbombt wird.

Nach Kriegsende entsteht schnell ein kleiner Biergarten, 1954 kann die Wirtschaft wieder eröffnet werden. 1984 dann der Skandal, der bundesweit für Aufsehen sorgte: 80 Polizisten stürmen das Lokal, der Geschäftsführer, die Büffetfrau und vier Kellner werden festgenommen. Der Donisl hatte sich zur Räuberhöhle entwickelt, Gäste wurden systematisch ausgenommen, viele mit K.O.-Tropfen im Bier betäubt. Der Geschäftsführer und die Büffetfrau wandern ins Gefängnis, der Donisl wird zugesperrt und saniert.

Seit 1985 führt jetzt die Familie Wildmoser das Lokal, das Ende war laut Brauerei allein schon aufgrund der langen Bauzeit ein einvernehmliches.
Die Brauerei sucht in den nächsten Monaten einen neuen Pächter. Für 2015 ist der Neustart angesetzt – die Wiedergeburt einer unverwüstlichen Traditionsgaststätte.

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