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Am 1. Mai: "Querdenker" verlegen Großdemo von München nach Weimar

Die "Querdenken"-Szene wollte am 1. Mai eigentlich auf der Theresienwiese demonstrieren – das hat die Stadt nun verboten.
| Ralph Hub
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Rechtsanwalt Markus Haintz (r.) im vergangenen September bei einer "Querdenken"-Veranstaltung in München.
Rechtsanwalt Markus Haintz (r.) im vergangenen September bei einer "Querdenken"-Veranstaltung in München. © imago/ZUMA Wire

München - Die "Querdenken"-Szene wollte am 1. Mai eigentlich auf der Theresienwiese demonstrieren – das hat die Stadt nun aber verboten. Deshalb haben die Corona-Skeptiker ihren Protest kurzerhand nach Weimar verlegt. Die Polizei in München bleibt alarmiert. In den einschlägigen Telegram-Gruppen wird heftig gegen das Verbot agitiert. Man solle trotzdem "in Massen nach München kommen", heißt es in Aufrufen.

"Querdenker" verlegen Demo nach Weimar

KVR-Chef Thomas Böhle (SPD) bezog gestern klar Stellung: "Wer bereit ist, sich an die zwingend nötigen Infektionsschutzauflagen zu halten, kann natürlich für seine Überzeugungen auf die Straße gehen. Wer den Gesundheitsschutz verhöhnt, verschlimmert die Pandemie. Das ist nicht zu verantworten und das lassen wir auch nicht zu."

München verbietet "Querdenken"-Corona-Demo am 1. Mai

Die Querdenker wollten mit bis zu 6.000 Teilnehmern auf die Theresienwiese. Die Demo soll nun in Thüringen stattfinden. Doch die Münchner Polizei traut der Sache nicht. Falls Corona-Leugner das Verbot ignorieren sollten, oder manche die Verlegung nach Weimar nicht mitbekommen haben sollten, wird die Polizei am Samstag rund um die Bavaria mit Streifen präsent sein.

Linke Aktivisten rufen für Freitagabend zu einer antikapitalistischen Demonstration in Grünwald auf. Rund 150 Menschen sollen am Vorabend des Tags der Arbeit durch den Nobelvorort ziehen. "Meet the Rich - 1. große Umverteilungsparade" lautet das Motto der Aktion. "Wir haben die Lage im Blick und verstärken die Einsatzkräfte", kündigte ein Sprecher des Präsidiums an.

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Der DBG Bayern ruft zur Mai-Kundgebung am Samstagmittag auf dem Königsplatz auf. Die pandemische Lage und die Rücksicht auf den Gesundheitsschutz, so der DGB, zwinge aber zu einer kleineren Veranstaltung. "Deshalb rufen wir unsere Gewerkschaften auf, nur kleine und intern diskutierte Delegationen zu einer gemeinsamen Aktion zum 1. Mai zu schicken", sagt Simone Burger, Vorsitzende des DGB-Kreisverbands München. Das traditionelle Familienfest und das Open Air der DGB-Jugend fallen aus.

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