Am 1. Februar: Pegida will Nazi-Opfer verhöhnen

Am Platz der Opfer des Nationalsozialismus wollen die Aktivisten eine Kundgebung abhalten. „München ist bunt“ ruft deshalb schon jetzt zum Gegenprotest auf.
| Florian Zick
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Auch die Feldherrnhalle ist wegen seiner historischen Symbolik ein beliebter Auflaufplatz von Pegida.
Daniel von Loeper Auch die Feldherrnhalle ist wegen seiner historischen Symbolik ein beliebter Auflaufplatz von Pegida.

Altstadt - Seit über einem Jahr zieht Pegida Montag für Montag durch Münchens Straßen und hat dabei keine Möglichkeit zur Provokation ausgelassen. Jetzt plant das rechte Aktionsbündnis offenbar einen neuerlichen, beispiellosen Affront. Nach Erkenntnissen von „München ist bunt“ will Pegida bei dem sogenannten Montagsspaziergang am 1. Februar eine Zwischenkundgebung auf dem Platz der Opfer des Nationalsozialismus abhalten.

„Das wäre eine gezielte Verhöhnung der Opfer des Nazi-Terrors und ihrer Angehöriger“, sagt die Vereinsvorsitzende Micky Wenngatz. „Das dürfen wir nicht zulassen.“ Wenngatz ruft alle Münchner deshalb auf, Pegida am 1. Februar entschlossen die Stirn zu bieten. „Gerade wir in München sind in besonderer Weise verpflichtet, uns Rassismus und Fremdenfeindlichkeit entgegenzustellen“, sagt sie.

Zuletzt hatten die Münchner Pegida-Aktivisten mit einem Video für Empörung gesorgt, in dem OB Dieter Reiter (SPD) unverhohlen mit dem Tod bedroht wird. Wenngatz spricht deshalb auch von einer „beispiellosen Radikalisierung“ der Bewegung.

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