Aktuelles von der Baustelle: So rasant wächst die Wiesn in die Höhe

In knapp einem Monat ist Oktoberfest-Start. Die AZ hat sich auf der Theresienwiese, die derzeit eine große Baustelle ist, umgeschaut und so einige spannende Einblicke erhascht…
von  Annette Baronikians
Die ersten Hendl drehen sich bereits am Spieß: Hoch droben beim Wiesnzelt Goldener Hahn ist die Außendeko mit Puppen, Papphendln und Co. schon so gut wie einsatzbereit.
Die ersten Hendl drehen sich bereits am Spieß: Hoch droben beim Wiesnzelt Goldener Hahn ist die Außendeko mit Puppen, Papphendln und Co. schon so gut wie einsatzbereit. © Annette Baronikians

Um einen herum: Kräne, Container und Baumaterial. Überall wird gewerkelt, gehämmert, gesägt und geschraubt. Transporter, Gabelstapler und Bagger fahren umher. Man muss mehr als aufpassen, wo und wie man auf dieser weitläufigen Baustelle unterwegs ist – und doch ist da in all dem Staub und Gewusel eine ganz besondere Magie. Schließlich sieht und spürt man sie wachsen: die Wiesn!

Die 14 großen Festzelte haben bereits ihre bekannten Fassaden mit den typischen Wahrzeichen. Sei’s die Krone auf dem Hofbräuzelt, das Storchennest auf dem Dach der Fischer Vroni oder der berühmte Löwenbräu-Löwe, der über dem Zelteingang scheinbar nur noch darauf wartet, wieder lautstark "Lööööwenbräu" rufen zu dürfen.

Die Zelthimmel der Bierburgen erstrahlen inzwischen alle in ihren angestammten Farben. Im Augustinerzelt hängen die klassisch grünen Stoffbahnen, im Schützenzelt grüne, rote und gelbe. Im Paulanerzelt gibt’s die Stadtfarben Gelb und Schwarz, im Hackerzelt wieder den "Himmel der Bayern".

Der Turm von Rischarts Zuckerbäckerschloss wächst

Während in den großen Zelten derzeit vor allem weiter am Innenausbau gearbeitet wird, wachsen jetzt Tag für Tag auch die kleineren Zelte, die Hühner- und Entenbratereien sowie die Festzelte auf der Oidn Wiesn zusehends in die Höhe.

Auf unserem Rundgang wird gerade ein weiteres Turmstück des Rischart-Zuckerbäckerschlosses nach oben befördert. Bei der Kalbsbraterei steht eine Mega-Pfanne mit (künstlichen) Schmankerln bereit, um als Deko auf dem Zeltbalkon befestigt zu werden.

Der weitere Aufbau der Wiesn schreitet zügig voran und ist wahrlich eine logistische und handwerkliche Meisterleistung. Diese Woche folgt bereits der nächste Schritt im streng geregelten Plan. Der Aufbau der sogenannten Hochfahrgeschäfte, die mit großem Aufwand aufzustellen sind, startet: Achterbahnen, Riesenräder und Wasserbahn. Auf dem Parkplatzareal der Theresienwiese stehen bereits zwei Transporter mit einer Fracht, die sogleich für Wiesn-Gefühl sorgt. Gut verpackt sind die ersten der insgesamt 40 Gondeln des legendären Willenborg-Riesenrads auf dem Festgelände angekommen.

Ab 2. September werden die anderen Fahrgeschäfte anrollen: Autoscooter, Geisterbahnen, Rundfahrgeschäfte, Kettenflieger und Co. Immer mehr wird es nach Wiesn ausschauen – bis es dann am 19. September endlich heißt: O'zapft is! Los geht’s, das 191. Münchner Oktoberfest!

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