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7-Tages-Inzidenz: Wann ist München wieder unter 100?

Wann ist München wieder unter der 100er-Inzidenz und damit einen Schritt näher an Corona-Lockerungen? Ein Inzidenz-Rechner gibt ein konkretes Datum vor.
| Lukas Schauer
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Mitte bis Ende Mai könnte München wieder unter die 100er-Schwelle fallen. (Archivbild)
Mitte bis Ende Mai könnte München wieder unter die 100er-Schwelle fallen. (Archivbild) © IMAGO / Heinz Gebhardt

München - Zwar sinken die Zahlen derzeit in der Landeshauptstadt, doch noch immer liegt München bei der Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohnern über der 100er-Schwelle.

Damit gelten die harten Lockdown-Regelungen der Bundes-Notbremse, wie etwa eine Ausgangssperre ab 22 Uhr und Kontaktbeschränkungen. Doch wann wird München wieder unter die 100er-Grenze fallen?

Inzidenz-Werte: Rechenmodelle zeigen Daten für Grenzwerte

Das lässt sich natürlich nicht hundertprozentig genau vorhersagen, es gibt aber gute und belastbare Rechenmodelle, mit denen eine weitere Simulation des Infektionsgeschehens möglich ist. Ein solches Tool bietet etwa das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland an.

Mit Hilfe mehrerer Indikatoren und Daten (siehe unten) berechnen die Experten dort, wann Städte oder Landkreise bestimmte Grenzwerte unter- oder überschreiten. So auch für München.

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Hochrechnung: München fällt Mitte Mai unter 100

Demnach wird die Stadt München am 8. Mai wieder unter die 100er-Grenze fallen (Stand: 04.05., 13.30 Uhr). Beim Landkreis sieht der Rechner den 14. Mai vor.

Noch vor wenigen Tagen wurde für die Stadt München der 22. Mai als Stichtag für die 100er-Grenze angegeben. Der Unterschied zeigt, wie schwierig es ist, genaue Inzidenz-Vorhersagen zu treffen.

Die nächste Stufe, die 50er-Inzidenz, mit der es nochmals weitere Lockerungen geben würde, soll dann in der Stadt München laut aktuellem Stand am 6. Juni unterschritten werden.

Für ganz Bayern hingegen berechnen die Experten den 17. Mai als ersten Tag unter 100. Eine Inzidenz von unter 50 in ganz Bayern wird laut ZI-Modell bereits am 14. Juni erreicht sein.


Methodik: Das ZI verwendet die aktuelle Sieben-Tages-Inzidenz sowie den aktuellen R-Wert, um für eine gegebene Ziel-Sieben-Tages-Inzidenz das Datum zu berechnen, an dem diese Zielinzidenz erreicht wird. Zur Berechnung des Zeitpunkts, an dem die Zielinzidenz erreicht wird, verwendet ZI eine Formel der Zinseszinsrechnung: t=d*log(Nt/N0)/log(R). Der R-Wert (kleiner 1) entspricht "negativen Zinsen" für die Generationszeit d=5 Tage (die mittlere Zeit, bis eine neuinfizierte Person eine weitere Person ansteckt). Ausgehend vom “Startkapital”, der aktuellen Inzidenz N0, kann so dann die Zeit t bzw. den Zeitpunkt bis zum Erreichen des “Wunschkapitals”, also der Zielinzidenz Nt, bestimmt werden. Mehr Infos zu den Daten gibt es hier.

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