6400 Wapperl fehlen noch

In den neuen Parklizenzgebieten droht den Autofahrern eine Odyssee. Grund: Das KVR ist mit der Vergabe der Wapperl im Verzug, weil viele Anwohner persönlich vorsprechen.
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Parklizenzgebiet Lehel
Martha Schlüter Parklizenzgebiet Lehel

In den neuen Parklizenzgebieten droht den Autofahrern eine Odyssee. Grund: Das KVR ist mit der Vergabe der Wapperl im Verzug, weil viele Anwohner persönlich vorsprechen.

MÜNCHEN Ab Montag wird es ernst für die Anwohner in den vier neuen Parklizenzgebieten der Stadt. Für viele von ihnen droht die Parkplatzsuche in Schwabing und der Ludwigsvorstadt in den nächsten Wochen zur Odyssee zu werden. Denn das Kreisverwaltungsreferat (KVR) hat bislang nur einen Bruchteil der Anträge bearbeitet: Erst 1600 von geschätzten 8000 Anwohnerplaketten wurden für die neuen Zonen ausgestellt! Der Grund: Zu viele Menschen sprächen persönlich wegen der Wapperl vor, hieß es im KVR.

Das Parkraum-Management gilt seit Montag am Alten Südfriedhof, im Bereich des Innenstadtklinikums, im Glockenbachviertel und an der Giselastraße.

FDP fordert Verschiebung

Jetzt macht sich der OB-Kandidat der FDP, Michael Mattar, für eine zeitliche Verschiebung der Parklizenzierung stark: „Die Welt wird doch für Rot-Grün nicht zusammenbrechen, wenn ihre Verbotspolitik erst zum 1. Mai beginnt.“ Er reiche nicht aus, wenn die Polizei ab Montag in den Gebieten beide Augen zudrücke, sagte Mattar. Dies führe nur zu einer Verunsicherung der Bürger und zu unklaren Verhältnissen.

Der CSU-Stadtrat Richard Quaas forderte in einem Stadtratsantrag eine Aufklärung der „Pleiten, Pech und Pannen“. Das KVR solle kundtun, bis wann es den aufgelaufenen Antragsberg abtragen könne. Außerdem müsse geklärt werden, so Quaas, wie ähnliche Probleme bei der Einführung von weiteren Lizenzgebieten verhindert werden könnten.

60 Lizenzbereiche bis 2010

Im Oktober 2005 gab der Stadtrat als ehrgeiziges Ziel aus, den gesamten Bereich innerhalb des Mittleren Rings zum Parklizenzgebiet zu machen. 60 verschiedene Lizenzbereiche soll es bis 2010 schlussendlich geben. Das KVR schätzt, dass es im Jahr 1,7 Millionen Euro durch die Park-Regelung einnimmt. Die einmaligen Beschaffungskosten (Schilder und Parkscheinautomaten) betragen etwa 2,3 Millionen Euro, so das Baureferat.

Die Lizenzbereiche sind in drei Zonen aufgeteilt: Anwohnerparken, Mischzonen (auch für Ortsfremde) und Kurzzeitparken, wo auch Anwohner zahlen müssen. Im Mai gehen als nächste Gebiete an den Start: Das St.-Pauls-Viertel, die Lindwurmstraße, die Pinakotheken und das Schönfeldviertel.

Julia Lenders

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