30.000 Bewohner, aber keine U-Bahn? Das plant München für einen Stadtteil im Westen

In Freiham entsteht ein riesiges Neubaugebiet. 30.000 Menschen sollen hier einmal leben. Doch noch fehlt der U-Bahn-Anschluss. Der Stadtrat hat nun genehmigt, dass das Rathaus weiter an der U-Bahn-Verlängerung nach Freiham plant. 
Christina Hertel |
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Eine Verlängerung der U-Bahnlinie 5 steht an. Dazu wurde jetzt im Münchner Stadtrat getagt.
Eine Verlängerung der U-Bahnlinie 5 steht an. Dazu wurde jetzt im Münchner Stadtrat getagt. © IMAGO/Ulrich Wagner

Mehr als 1800 Münchner haben inzwischen eine Petition unterschrieben, mit der sie eine U-Bahn nach Freiham fordern. Die CSU aus dem Münchner Westen hat sie gestartet. Ihr Ziel: Druck aufbauen, auf den Stadtrat, damit er an diesem Mittwoch in der Vollversammlung die weiteren Planungen für die U5-Verlängerung von Pasing nach Freiham bewilligt. Zweimal ist die Entscheidung – auf Wunsch der SPD – vertagt worden.

Milliardenkosten für U-Bahnausbau: Was trägt die Stadt?

Nun allerdings war die Einigkeit doch groß: Nur Die Linke stimmte dagegen, dass weiter geplant wird. Ein Argument sind für die Partei die Kosten.

Allein die Planung der Strecke von Pasing nach Freiham soll rund 42 Millionen Euro kosten. Für den Bau gibt es nur eine grobe Schätzung: 1,57 Milliarden Euro. Wie viel die Stadt davon selbst tragen muss, ist noch unklar. Beim ersten Abschnitt von Laim nach Pasing rechnet die Stadt mit einem Eigenanteil von rund 600 Millionen Euro. Insgesamt sollen die Kosten bei 1,31 Milliarden Euro liegen.

Gleichzeitig stehen im Olympia-Konzept zwei weitere U-Bahn-Projekte, die ebenfalls Milliarden verschlingen werden: die U4-Verlängerung und die U9. "Wir müssen aufpassen, dass wir durch Olympia nicht zusätzliche Projekte auslösen und dass Freiham dann hinten runterfällt", warnte Stadtrat Dirk Höpner von der München Liste. Er forderte, dass das Rathaus einen Plan für den ÖPNV-Ausbau erstellt – und zwar mit und ohne Olympia.

SPD: "Kein Blankoscheck für den Bau"

Auch SPD-Stadtrat Felix Lang forderte eine Priorisierung der Verkehrsvorhaben: "Wir müssen uns ehrlich machen: Wir können nicht alle diese Projekte allein und gleichzeitig bauen. Wir brauchen eine verlässliche Gesamtstrategie." Allgemeine Aussagen von Bund und Freistaat, sich finanziell zu beteiligen, reichen aus seiner Sicht nicht: "Wir brauchen verlässliche Zusagen."

Lang betonte, dass heute erst einmal nur die weitere Planung der U5 beschlossen wurde: "Das ist kein Blankoscheck für den späteren Bau." Auch Grünen-Stadtrat Florian Schönemann sagte, dass sich der Stadtrat noch einmal mit den Baukosten befassen müsse. "Auch wir nehmen die Haushaltslage ernst", sagte er. Doch für die Fraktion Grüne-Rosa-Liste sei die U5 ein besonders wichtiges Projekt.

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  • Der wahre tscharlie vor 51 Minuten / Bewertung:

    Ich bin der Meinung, Olympia wird der Stadt noch richtig viel Geld kosten.

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  • kartoffelsalat vor 2 Stunden / Bewertung:

    Es gibt dort 2 S-Bahn-Linien. Mit einer Tram wäre das perfekt ergänzt und deutlich schneller & günstiger realisiert.

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  • Boandl_kramer vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von kartoffelsalat

    Allerdings sind die S-Bahnen vor allem zu Stosszeiten rammelvoll, wenn sie von der Endstation her kommend da vorbeikommen. Und eine Tram dürfte allein von der Kapazität her nicht reichen, wenn fünfstellige Zahlen an Leuten gleichzeitig unterwegs sein wollen.

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