18-Jährige wird nahe Stachus vergewaltigt - mutmaßlicher Täter streitet die Tat ab

Der mutmaßliche Täter streitet die Vorwürfe ab und präsentiert eine ganz andere Version des Geschehens vom 20. Oktober 2019.
| John Schneider
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Der Herzog-Wilhelm-Park: Hier soll eine 18-Jährige vergewaltigt worden sein.
Der Herzog-Wilhelm-Park: Hier soll eine 18-Jährige vergewaltigt worden sein. © Daniel von Loeper

München - Es ist ein Albtraum. Mitten in der Stadt, einen Steinwurf vom Stachus entfernt, soll laut Anklage eine 18-Jährige vergewaltigt worden sein. Doch der mutmaßliche Täter Karim B. (Name geändert) streitet das ab.

Der Prozess gegen den 30-Jährigen beginnt mit der Verlesung der Anklage: Die junge Frau war in der Nacht zum 20. Oktober des vergangenen Jahres mit Freunden unterwegs. Sie bekam Durst und sprach eine Gruppe junger Männer an, ob sie etwas zu trinken hätten. Karim B., der nach eigenen Angaben zuvor Wodka getrunken und Spice-Joints geraucht hatte, soll ihr dann angeboten haben, ihr an der nahe gelegenen Tankstelle etwas zu trinken zu kaufen.

Der Angeklagte.
Der Angeklagte. © Daniel von Loeper

Als die beiden auf dem Weg dorthin einen Pavillon in der Grünanlage der Herzog-Wilhelm-Straße erreichten, begann er sie zu küssen, biss ihr auf die Lippen und in die Zunge. Sie blutete. Dann zwang er sein Opfer, eine Ecstasy-Tablette zu schlucken. Laut Anklage, um sie gefügig zu machen.

Als er versuchte, ihre Hose zu öffnen, schrie sie um Hilfe. Er lief weg, kam aber bald darauf zurück und vergewaltigte die 18-Jährige. Als sie erneut schrie, ergriff er die Flucht.

Opfer soll angeblich Sex gegen Geld angeboten haben

In einer Erklärung des Verteidigers Maximilian Grashey hört sich das ganz anders an. Demnach gibt sein Mandant an, dass ihm das Mädchen Sex für 50 Euro angeboten habe. Dazu sei es aber nicht gekommen, weil er nur 30 Euro hatte. Sie habe daraufhin geweint. "Ich kann keine Frauen weinen sehen", erklärt Karim B. nach der Verteidiger-Erklärung. Deshalb habe er ihr das Geld gegeben.

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Doch seine Aussagen sind gespickt mit Widersprüchlichkeiten. Richter und Staatsanwalt raten ihm eindringlich, die Taten zu gestehen. Für ihn würde das strafmildernd wirken und seinem mutmaßlichen Opfer, das immer noch leidet, die psychisch belastende Aussage vor Gericht ersparen. Doch Karim B. bleibt bei seiner Version. Auf die Brust habe er sie geküsst - mehr nicht. Der Prozess wird fortgesetzt.

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