Münchner Wahrzeichen: HKW-Süd-Schlot wird abgerissen

50 Jahre lang haben die Schornsteine des Heizkraftwerks Süd die Silhouette Münchens geprägt. Jetzt wird das rauchende Wahrzeichen abgerissen.
| Irene Kleber
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Ein acht Tonnen schweres Abbruchgerät wurde für den Abriss auf den Schornstein des Heizkraftwerks gebracht.
Elias Escotto /SWM 9 Ein acht Tonnen schweres Abbruchgerät wurde für den Abriss auf den Schornstein des Heizkraftwerks gebracht.
Stück für Stück wird der Turm abgetragen. Eine Sprengung des Riesenschornsteins war nicht möglich.
Elias Escotto /SWM 9 Stück für Stück wird der Turm abgetragen. Eine Sprengung des Riesenschornsteins war nicht möglich.
Auf 176 Meter Höhe beginnt der Abbruch...
Elias Escotto /SWM 9 Auf 176 Meter Höhe beginnt der Abbruch...
... und endet auf 28 Metern. Die Gebäudeteile der ehemaligen Hochdruckanlage wurden bereits zuvor entkernt.
Elias Escotto /SWM 9 ... und endet auf 28 Metern. Die Gebäudeteile der ehemaligen Hochdruckanlage wurden bereits zuvor entkernt.
Ein letzter Blick von oben auf die Türme des Heizkraftwerks Süd in Sendling.
Elias Escotto /SWM 9 Ein letzter Blick von oben auf die Türme des Heizkraftwerks Süd in Sendling.
Ein letzter Blick von unten in den Schacht des Kamins.
Elias Escotto /SWM 9 Ein letzter Blick von unten in den Schacht des Kamins.
So soll das Heizkraftwerk nach dem Abriss aussehen: Der hohe Kamin ist weg; auf der Nordseite des Geländes ist die Geothermieanlage mit großem Wärmespeicher errichtet.
Visualisierung: SWM/SCG 9 So soll das Heizkraftwerk nach dem Abriss aussehen: Der hohe Kamin ist weg; auf der Nordseite des Geländes ist die Geothermieanlage mit großem Wärmespeicher errichtet.
Spektakulär: der Blick von unten in den leer geräumten
Kamin.
Elias Escotto/SWM 9 Spektakulär: der Blick von unten in den leer geräumten Kamin.
Auch die ehemalige Hochdruckanlage wird entkernt – für eine moderne Gas- und Dampfturbinenanlage.
Florian Holzherr 9 Auch die ehemalige Hochdruckanlage wird entkernt – für eine moderne Gas- und Dampfturbinenanlage.

München - Genau 50 Jahre lang ragte der Turm über dem Heizkraftwerk Süd 176 Meter hoch auf.

Jetzt ist der höchste Kamin der Stadt bald Geschichte. Nachdem die Stadtwerke (SWM) im Inneren schon seit Monaten Decken und vier Stahlröhren abgebrochen haben, kommt jetzt die Außenhülle dran.

Spektakulär: der Blick von unten in den leer geräumten
Kamin.
Spektakulär: der Blick von unten in den leer geräumten Kamin. © Elias Escotto/SWM

Ein acht Tonnen schweres blaues Abbruchgerät reißt die Stahlbetonhülle ferngesteuert Stück für Stück ab. Der Schutt wird durch die Röhre auf Altreifen stürzen, die mit Stahlplatten abgedeckt sind.

Heizkraftwerk Süd: Turm-Sprengung war keine Option

Obendrauf liegt ein Schuttpolster. Sprengen geht nicht an dieser eng bebauten Stelle zwischen Großmarkthalle und Isarkanal.

Auch die ehemalige Hochdruckanlage wird entkernt – für eine moderne Gas- und Dampfturbinenanlage.
Auch die ehemalige Hochdruckanlage wird entkernt – für eine moderne Gas- und Dampfturbinenanlage. © Florian Holzherr

Der Kamin stammt aus der Zeit, als hier noch durch Müllverbrennung Energie erzeugt wurde (bis 1997). Aktuell entsteht am HKW Süd unter anderem Deutschlands größte Geothermieanlage, mit der die SWM klimaneutrale Erdwärme ins Versorgungsnetz einspeisen wollen.

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Das Ende eines Münchner "Wahrzeichens"

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