15 Organisationen gründen das "Bündis für saubere Luft"

Weil die Immissionsgrenzwerte für Stickstoffdioxid seit Jahren deutlich überschritten werden, haben 15 Münchner Organisationen das "Bündnis für saubere Luft" gegründet. Das Bündnis wirbt um Stimmen - ein Bürgerbegehren soll das Ziel sein.
| AZ
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Die Vorsitzenden des Bündnisses: Sylvia Hladky
(Vorstandsmitglied Netzwerk Klimaherbst e.V.), Hermann „Beppo“ Brem (Stadtvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN München) und Andreas Schuster (Bereichsleiter nachhaltige Mobilität Green City e.V.).
AZ Die Vorsitzenden des Bündnisses: Sylvia Hladky (Vorstandsmitglied Netzwerk Klimaherbst e.V.), Hermann „Beppo“ Brem (Stadtvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN München) und Andreas Schuster (Bereichsleiter nachhaltige Mobilität Green City e.V.).

München - Die Stadt überschreitet die Grenzwerte für Stickstoffdioxid an der Landshuter Allee und am Stachus deutlich und dauerhaft. Laut Modellberechnungen werden die NO2-Grenzwerte auch an weiteren, stark verkehrsbelasteten Straßen nicht eingehalten.

Um die Stadt München zur schnellstmöglichen Umsetzung von Gegenmaßnahmen zu bewegen, haben sich 15 Münchner Organisationen am 27. Oktober zum "Bündnis für saubere Luft" zusammengeschlossen. Ein gewählter Lenkungskreis stärkt die Schlagkraft des Bündnisses. Diesem Gremium gehören Sylvia Hladky (Vorstandsmitglied Netzwerk Klimaherbst e.V.), Hermann "Beppo" Brem (Stadtvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen München) und Andreas Schuster (Bereichsleiter nachhaltige Mobilität Green City e.V.) an.

Bürgerbegehren geplant

Die Münchner Umweltorganisation initiierte das Bündnis aufgrund des ausdrücklichen Bürgerwunsches, der im Rahmen von Bürgerworkshops zur Luftreinhaltung zum Ausdruck gekommen war. "Wir sind begeistert, dass sich innerhalb kürzester Zeit bereits 15 Bündnispartner, allesamt wichtige Akteure der Münchner Zivilgesellschaft und Politik, dem Bürgerbegehren angeschlossen haben. Das ist ein deutliches Zeichen für die Brisanz des Themas Luftreinhaltung", sagt Andreas Schuster.

Abgas-Skandal: So belastet ist München

Juristen prüfen derzeit den genauen Wortlaut der Fragestellung des Bürgerbegehrens, das an die Landeshauptstadt gerichtet wird. "Seit der Gründung Münchens hat die Stadt ihre Geschicke in die eigene Hand genommen. Auch bei der Luftreinhaltung muss München nicht auf Lösungen des Bundes, der Europäischen Union oder der Autoindustrie warten. Die Landeshauptstadt München hat das Potenzial, selbstständig Maßnahmen durchzusetzen. Die Umsetzung dieser Maßnahmen fordern wir mit dem Bürgerbegehren ein", sind sich die drei Sprecher des Bündnisses einig.


Folgende Organisationen haben sich dem Bündnis für saubere Luft angeschlossen: Green City e.V., Netzwerk Klimaherbst e.V., BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN München, BUND Naturschutz e.V. Kreisgruppe München, Deutscher KinderschutzBund München e.V., Allgemeiner Deutscher Fahrrad-ClubKreisverband München e.V., VCD - Verkehrsclub Deutschland Kreisgruppe München e.V., Münchner Forum e.V., Umweltgewerkschaft München, rehab republic e.V., Lastenradler, Ludwig-Bölkow-Stiftung, Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr, Fuss e.V., Netzwerk Slowmotion.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren