14 Säle, 4000 Plätze, Weltpremieren: Das Mathäser-Kino droht zu verschwinden

Er ist noch keine 25 Jahre alt und soll dennoch abgerissen werden. Dem Mathäser Filmpalast, immerhin das umsatzstärkste Kino in Deutschland, droht das Aus. Eine Veränderungssperre sollte dies verhindern, ist aber nicht umsetzbar. Was das Münchner Kult-Kino nun retten soll.
André Wagner |
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Bald Schluss mit Kino? Das Mathäser an der Bayerstraße 3-5 am Stachus könnte schon bald abgerissen werden - laut Plänen der Zurich Immobilien, die die Liegenschaft besitzt. Noch ist aber nichts in Stein gemeißelt.
Bald Schluss mit Kino? Das Mathäser an der Bayerstraße 3-5 am Stachus könnte schon bald abgerissen werden - laut Plänen der Zurich Immobilien, die die Liegenschaft besitzt. Noch ist aber nichts in Stein gemeißelt. © Ben Sagmeister

Er hat 14 Säle, 4000 Sitzplätze, ist das umsatzstärkste Kino in ganz Deutschland und zahlreiche Filme feierten hier regelmäßig ihre Weltpremieren – der Mathäser Filmpalast am Münchner Stachus.

Zuletzt wurde hier am 19. Oktober 2026 der rote Teppich ausgerollt, als die deutsche Komödie "Der perfekte Urlaub" mit Elyas M'Barek, Wotan Wilke Möhring, Jessica Schwarz, Karoline Herfurth, Diana Amft, Florian David Fitz, Jella Haase und Frederick Lau erstmals über die große Kinoleinwand flimmerte.

Mathäser Filmpalast soll "Mixed-Use"-Quartier weichen

Am 21. Mai 2003 wurde der Mathäser Filmpalast nach vierjähriger Bauzeit an der Bayerstraße 3-5 eröffnet. Aber schon bald, nach nicht einmal einem Vierteljahrhundert, könnte der beliebte Kinokomplex bereits wieder Geschichte sein – denn dem Multiplex-Kino droht das Aus.

Anfang des Jahres platzte dann die Bombe, als bekannt wurde, dass die Eigentümer des Grundstücks, eine Tochter der Zurich Immobilien, den Mathäser Filmpalast abreißen und stattdessen ein sogenanntes "Mixed-Use"-Quartier mit Büros, Einzelhandel, Kultur und Wohnungen errichten wollen. Die Lokalbaukommission hat dem Investor dafür bereits den Bauvorbescheid erteilt.

Schon im Januar hatte die damalige Fraktion der Grünen/Rosa Liste/Volt per Antrag versucht, dieses Vorhaben durch eine sogenannte Veränderungssperre zu verhindern – auch, um eine weitere Großbaustelle im Bahnhofsviertel zu vermeiden.

Veränderungssperre kann rechtlich nicht umgesetzt werden

Inzwischen wurde dieses planungsrechtliche Instrument von der Verwaltung geprüft. Das Ergebnis: Die Veränderungssperre kann aus rechtlichen Gründen nicht umgesetzt werden. Dies wurde am Mittwoch im Planungsausschuss dargelegt.

"Wir finden es sehr schade, dass die Stadt beim Mathäser-Kino keine planungsrechtliche Handhabe mehr hat. Das Kino ist nicht nur wichtig fürs Viertel, sondern auch für die Kultur und den Filmstandort München. Ein anderes Premierenkino dieser Größenordnung gibt es in München nicht", sagt Sibylle Stöhr, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Grünen – Rosa Liste.

Nun sollen aktiv Gespräche mit dem Investor gesucht werden

Um die Zukunft des Mathäser Filmpalasts zu sichern, sollen nun das Münchner Wirtschafts- und Kulturreferat aktiv werden und das Gespräch mit dem Investor suchen. "Wir werden das als Fraktion aktiv begleiten und unterstützen", so Stöhr weiter.

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  • MadridistaMUC vor einer Stunde / Bewertung:

    München ist abartig.Nur noch weg...

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  • tutnixzursache vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von MadridistaMUC

    es hält dich niemand auf…

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