100 Menschen in Münchner Bistro: Polizei löst Geburtstagsfeier für Kleinkind auf

Am Wochenende hat die Polizei Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Maßnahmen durchgeführt. Dabei musste eine Geburtstagsparty für ein Kleinkind mit 100 Feiernden aufgelöst werden.
| Nina Job
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Am Freitag musste die Polizei eine Geburtstagsparty für ein Kleinkind auflösen, auf dem 100 Personen feierten. (Symbolbild)
Am Freitag musste die Polizei eine Geburtstagsparty für ein Kleinkind auflösen, auf dem 100 Personen feierten. (Symbolbild) © imago images / Westend61

München - Jedem dürfte inzwischen bekannt sein, dass große Feiern wegen der rasant gestiegenen Infektionszahlen verboten sind. Doch es gibt immer wieder welche, die sich darüber hinwegsetzen: Am Freitagnachmittag hat die Polizei ein Familienfest aufgelöst.

Gleich mehrere Anrufer hatten die Polizei verständigt. Als die ersten Streifenbeamten das Bistro in der Grünwalder Straße gegen 16.30 Uhr betraten, feierte dort eine kroatische Familie mit rund 100 Gästen den ersten Geburtstag eines Kindes.

Bis Sonntag gilt noch die Regelung, dass private Feiern wie Hochzeiten und Geburtstage auf maximal fünf Personen oder zwei Hausstände beschränkt sind. Ab Montag sind gastronomische Betriebe sowieso geschlossen, nur noch Speisen und Getränke to go sind erlaubt.

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Jedem Gast der Kinderparty droht Strafe von 150 Euro

Die Polizei löste die Geburtstagsparty auf. "Gegen den Betreiber des Lokals und den Veranstalter der Feierlichkeit wurden Anzeigen wegen Verstößen gegen die Bayerische Infektionsschutzverordnung erstattet", sagte Polizeisprecher Florian Hirschauer.

Allein, wenn ein Betreiber kein Schutz- und Hygienekonzept vorlegen kann, bedeutet das ein Bußgeld von 5.000 Euro. Kann der Mindestabstand der Gäste nicht eingehalten werden, sieht der Bußgeldkatalog ebenfalls 5.000 Euro Strafe vor. Jedem Gast der Bistro-Party drohen nun ebenfalls mindestens 150 Euro Strafe.

Uneinsichtige Maskenmuffel mussten die City verlassen

Viele Verstöße ahndete die Polizei außerdem am Samstag in der Fußgängerzone. Von 17 bis 21 Uhr wurden rund 600 Menschen kontrolliert, ob sie die Maskenpflicht einhalten. 380 Passanten bekamen eine mündliche Verwarnung, 45 kassierten eine Anzeige. 180 bekamen einen Platzverweis, das heißt, sie mussten die Fußgängerzone verlassen. Halten sie sich nicht daran, wird’s noch teurer.

Wird jemand beim ersten Mal ohne Maske erwischt, kostet das 150 Euro. Fiel er schon öfter aus, kann das Kreisverwaltungsreferat den Betrag auch erhöhen.

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Wenig zu tun hatte die Polizei in der Nacht mit Halloween. Ein paar Eierwürfe und ein paar gezündete Böller, sonst war nicht viel los. Partys wurden nicht aufgelöst. "Offensichtlich haben es die Leute verstanden. Es war sehr, sehr ruhig", sagte Polizeisprecher Hirschauer.

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