Reiseziele, bei denen schlechtes Wetter dazu gehört
Nasse Kopfsteinpflasterstraßen, Nebel zwischen Bergen oder Regentropfen, die auf alte Dächer prasseln: Nicht jedes Reiseziel braucht strahlenden Sonnenschein, um seine schönste Seite zu zeigen. An manchen Orten gehören graue Wolken sogar zur besonderen Atmosphäre.
Ob historische Altstadt, geheimnisvoller Palast oder grüne Berglandschaft: Diese fünf Reiseziele lohnen sich auch dann, wenn das Wetter nicht mitspielt. Wer sie besucht, sollte wasserdichte Kleidung einpacken und seine Tagesplanung flexibel gestalten.
Edinburgh, Schottland: Alte Gassen im Regen
Edinburghs Altstadt mit ihren engen Gassen, steilen Treppen und historischen Steinhäusern wirkt bei Regen besonders stimmungsvoll. Die mittelalterliche Altstadt und die klassizistische Neustadt gehören gemeinsam zum UNESCO-Welterbe.
Bei Nieselregen lohnt sich beispielsweise ein Spaziergang über die Royal Mile oder durch die kleinen Seitengassen. Wird der Regen stärker, bieten Museen wie die Scottish National Portrait Gallery wetterunabhängige Alternativen.
Bergen, Norwegen: Wo Regen zum Stadtbild gehört
Bergen ist für sein regenreiches Klima bekannt. Die offizielle Tourismusorganisation Visit Bergen beschreibt die Stadt selbst als regenreich und empfiehlt Besuchern, sich entsprechend vorzubereiten. Gerade zwischen den bunten Holzhäusern des historischen Hafenviertels Bryggen und den umliegenden Bergen hat feuchtes Wetter seinen eigenen Reiz.
Bei leichtem Regen lässt sich die Hafenpromenade erkunden. Für längere Schauer bieten sich Museen, Galerien oder Cafés an. Wer einen Ausflug auf den Berg Fløyen plant, sollte bedenken, dass Wolken die Aussicht einschränken können.
Sintra, Portugal: Paläste zwischen Nebelschwaden
Wenn Nebel durch die bewaldeten Hügel von Sintra zieht, wirkt die Landschaft fast märchenhaft. Besonders der farbenfrohe Palácio da Pena und seine weitläufige Parkanlage passen zu dieser Kulisse.
Dass Nebel und Feuchtigkeit hier keine Seltenheit sind, erklärt die für die Sehenswürdigkeiten zuständige Organisation Parques de Sintra mit dem besonderen Mikroklima der Region. Die Nähe zum Atlantik und die bewaldeten Berge begünstigen die Bildung von Wolken und Nebel.
Bei Sturm oder starkem Regen können Parks und Monumente allerdings vorübergehend geschlossen werden. Deshalb sollten Besucher vorab aktuelle Hinweise prüfen.
Kyoto, Japan: Tempelgärten im Regen
In Kyoto können Regentage eine besonders ruhige Atmosphäre schaffen. Feuchte Steine, grüne Moosgärten und traditionelle Holzbauten prägen dann das Bild. Besonders eindrucksvoll ist der Saihō-ji, auch als Moostempel bekannt. Laut der Tourismusinformation der japanischen Fremdenverkehrszentrale wachsen in seinem Garten mehr als 120 Moosarten. Für einen Besuch ist eine vorherige Reservierung erforderlich.
Auch historische Tempel, Museen und überdachte Einkaufsstraßen wie Teramachi bieten sich bei Regen an. So lässt sich die Stadt auch ohne Sonnenschein gut erkunden.
Schottische Highlands: Nebel über den Bergen
In den schottischen Highlands gehören tiefhängende Wolken und wechselhaftes Wetter zum Landschaftserlebnis. Besonders eindrucksvoll ist etwa das Tal Glen Coe mit seinen steilen Berghängen und Wasserfällen, die nach Regenfällen kräftiger werden können.
Allerdings sollte die besondere Atmosphäre nicht über die Risiken hinwegtäuschen. Die Bergsportorganisation Mountaineering Scotland weist darauf hin, dass schlechte Sicht, starker Wind und Regen Bergtouren erheblich erschweren können. Außerdem kann das Wetter sehr schnell umschlagen, weshalb Wettervoraussagen und Routen sorgfältig aufeinander abgestimmt werden sollten.
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