Corona-Krise: Was bedeutet ein "harter Lockdown"?

Die Forderungen nach verschärften Corona-Maßnahmen werden in Deutschland immer lauter. Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht sich in einer emotionalen Rede für einen "harten Lockdown" aus. Was genau bedeutet das?
| (ncz/spot)
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In einer emotionalen Rede plädierte Kanzlerin Merkel am Mittwoch (9. Dezember) für härtere Maßnahmen.
imago images/Christian Spicker In einer emotionalen Rede plädierte Kanzlerin Merkel am Mittwoch (9. Dezember) für härtere Maßnahmen.

Deutschland steht ein harter Lockdown bevor. Ohne zusätzliche, bundesweite Maßnahmen werde man den Winter nicht durchstehen können, kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel (66) am Mittwoch (9. Dezember) in einer emotionalen Rede im Bundestag an. Sie drängt auf verschärfte Maßnahmen noch vor Weihnachten. Auch im Kabinett werden die Forderungen nach härteren Corona-Maßnahmen immer lauter, denn nach fünf Wochen Teil-Lockdown ist die Bilanz ernüchternd. Ein Absinken der Neuinfektionen scheint nicht in Sicht. Doch auf welche Maßnahmen müssen sich Bürger bei einem sogenannten "harten Lockdown" einstellen?

In Sachsen gelten bereits ab Montag, 14. Dezember, deutlich strengere Maßnahmen: Lediglich lebensnotwendige Geschäfte dürfen noch offen bleiben - Schulen und Kitas müssen schließen. Bundesweit soll dies ab dem 24. Dezember der Fall sein, wenn es nach den Wissenschaftlern der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina geht. Sie empfehlen ein zweistufiges Verfahren: Bis mindestens 10. Januar soll der "harte Lockdown" gelten, vor Weihnachten sollen berufliche und private Kontakte auf ein Minimum reduziert werden.

Was bedeutet der harte Lockdown genau?

Ein harter Lockdown, wie von den Leopoldina-Experten empfohlen, wirkt sich vor allem auf den Einzelhandel aus: Alle Geschäfte außer jenen des täglichen Bedarfs, wie Supermärkte, Apotheken und Tankstellen, müssten schließen. In Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 Fällen je 100.000 Einwohner soll es nächtliche Ausgangssperren geben.

Auch für Schulen könnten weitere Restriktionen gelten: Die Weihnachtsferien sollten bis zum 10. Januar verlängert werden, die Schulpflicht könnte in allen Bundesländern aufgehoben werden, zudem soll es eine Maskenpflicht im Unterricht aller Jahrgangsstufen geben. Unternehmen sollen ihre Mitarbeiter wo möglich ins Homeoffice schicken. Zusammenkünfte dürfe es nur im "engsten stabilen Personenkreis" geben.

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