Frauen sind anfälliger für Angststörungen als Männer

Bestimmte Bevölkerungsgruppen, darunter Frauen und Menschen unter 35 Jahren, sind besonders anfällig für Angststörungen.
| wenn
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Frauen leider häufiger unter psychischen Problemen als Männer
Cover Media Frauen leider häufiger unter psychischen Problemen als Männer

Heutzutage vereinen viele Frauen Karriere und Familie miteinander und müssen nicht mehr zwischen dem einen oder anderen wählen. Wissenschaftler von der britischen Cambridge Universität haben in einer neuen Studie nun aber herausgefunden, dass Frauen fast doppelt so häufig wie Männer unter Stress und Angstzuständen leiden. Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher, nachdem sie 48 verschiedene Studien zu diesem Thema ausgewertet hatten.

Darüber hinaus stellten die Wissenschaftler fest, dass Menschen unter 35 Jahren öfter mit Ängsten zu kämpfen haben als die ältere Generation. "Es gibt so viel Studien zu Depressionen und Ängsten", erklärte die Studienleiterin Olivia Remes. "Angst kann zu Beeinträchtigungen, Behinderungen und einem erhöhten Selbstmordrisiko führen."

Lesen Sie hier: Gesundheitsreport 2016: Warum Frauen anders krank sind als Männer

Die Studie wurde in dem Fachmagazin 'Brain and Behaviour' veröffentlicht. Die Cambridge-Experten identifizierten und erforschten Entwicklungen in Bezug auf Ängste bei verschiedenen Bevölkerungsgruppen, darunter auch solche mit chronischen Erkrankungen, Glücksspielern und schwangeren Frauen. Im Laufe der Untersuchungen zeichneten sich klare Muster ab und es zeigte sich, dass Menschen unter 35 Jahren, Frauen im Allgemeinen und diejenigen, die chronisch erkrankt sind, öfter unter Angststörungen leiden.

"Es könnte sein, dass Medikamente für gewisse Krankheiten Ängste auslösen können oder dass die Krankheiten selbst die Ängste hervorrufen. Es könnte aber auch sein, dass Leute, die unter Angstzuständen leiden, anfälliger für Entzündungen im Körper sind - und diese Entzündungen können später zu körperlichen Krankheiten führen", spekulierte Olivia Remes.

Im Zuge der Studie kamen die Forscher außerdem zu dem Ergebnis, dass rund vier Prozent der Menschen weltweit unter Angststörungen leiden, die Dunkelziffer von nicht diagnostizierten Leidtragenden ist jedoch sehr viel höher.

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren