Zustimmung für Draghi als EZB-Chef möglich

Angela Merkel hat erstmals angedeutet, die Kandidatur des Italieners Mario Draghi für den Chefposten der Europäischen Zentralbank zu unterstützen.
| dpa
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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat erstmals angedeutet, die Kandidatur des Italieners Mario Draghi für den Chefposten der Europäischen Zentralbank zu unterstützen.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat erstmals ihre Bereitschaft signalisiert, die Kandidatur des italienischen Notenbank-Präsidenten Mario Draghi für den Chefposten der Europäischen Zentralbank (EZB) zu unterstützten.

Der Wochenzeitung "Die Zeit" sagte Merkel, Draghi sei eine sehr interessante und erfahrene Persönlichkeit. "Er steht unseren Vorstellungen von Stabilitätskultur und solidem Wirtschaften sehr nahe. Deutschland könnte eine Kandidatur von ihm für das Amt des EZB-Präsidenten unterstützen."

Zuvor hatten sich Merkel und der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi zu europäischen Fragen abgestimmt. Regierungssprecher Steffen Seibert bestätigte auf Anfrage, dass Merkel und Berlusconi am Dienstag miteinander telefonierten. Beide hätten über "alle aktuellen europäischen Themen" sowie über die Entwicklung in Nordafrika und im arabischen Raum gesprochen.

In dem Telefonat dürfte es auch um die von Merkel jetzt signalisierte Unterstützung Berlins für Draghi gegangen sein. Amtsinhaber Jean-Claude Trichet tritt im Herbst ab, Frankreich und Italien haben sich bereits hinter Draghi gestellt. Merkel hatte sich bisher aber mit einer Entscheidung zurückgehalten. Unter anderem geht es dem Vernehmen nach um entsprechende Gegenleistungen.

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