Zeil: Bayern hat's ein bisschen besser

Die bayerische Wirtschaft könnte nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) nach ihrem tiefen Fall 2009 im kommenden Jahr etwas stärker zulegen als die in ganz Deutschland.
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Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP)
dpa Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP)

MÜNCHEN - Die bayerische Wirtschaft könnte nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) nach ihrem tiefen Fall 2009 im kommenden Jahr etwas stärker zulegen als die in ganz Deutschland.

Im nächsten Jahr wird’s für die bayerischen Firmen noch einmal haarig – aber sie haben das Schlimmste hinter sich, glaubt Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP).

Positive Konjunktursignale

Er prognostiziert: „Wenn die Weltkonjunktur weiter anzieht, wird Bayern aufgrund seiner Stärken im Export und bei hoch innovativen Gütern auch wieder überdurchschnittlich stark zulegen.“ Wichtige bayerische Ausfuhrmärkte wie die USA oder China sendeten bereits wieder positive Konjunktursignale.

Die Firmen selbst sowie Wirtschaftsforscher wagen sich an vorsichtig optimistische Prognosen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet für 2010 sogar ein stattliches Wirtschaftswachstum von rund zwei Prozent. Allerdings würden zu den aktuell 3,45 Millionen Arbeitslosen noch einmal rund 500000 dazukommen, befürchtet der DIHK.

Das Deutsche Handwerk steht besser da als andere Wirtschaftsbereiche, berichtet der Zentralverband ZDH. Die meisten Branchen hätten ihr Niveau halten können. „Dabei wird es meines Erachtens auch 2010 bleiben“, sagte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke.

Für den Einzelhandel wird's schwierig

Zunehmend schwierigere Bedingungen erwartet aber der Einzelhandel. „Eine steigende Arbeitslosigkeit wird Konsumspielräume einengen und die Verbraucherstimmung drücken“, sagt Branchenpräsident Josef Sanktjohanser. Die Mehrzahl der Unternehmen rechne mit einer Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation.

Ähnlich düster die Prognose des Kreditversicherers Euler Hermes: Die endgültigen Zahlen für 2009 werden 34000 Firmenpleiten ausweisen, erwartet Euler. Das sind 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Und 2010 wird’s noch schlimmer – dann, so der Kreditversicherer, sei wohl mit 37000 Insolvenzen zu rechnen.

az

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