Vorsicht: Mängel im Online-Handel

Eine Studie enthüllt: Die meisten Anbieter im Internet kennen sich mit Gesetzen nicht aus. Sie halten damit die Vorgaben des Verbraucherschutzes nicht ein. Von 50 Online-Shops zeigen 39 Mängel.
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STUTTGART - Eine Studie enthüllt: Die meisten Anbieter im Internet kennen sich mit Gesetzen nicht aus. Sie halten damit die Vorgaben des Verbraucherschutzes nicht ein. Von 50 Online-Shops zeigen 39 Mängel.

Viele Internet-Händler halten die Vorgaben des Verbraucherschutzes nicht in vollem Umfang ein, ergibt eine Studie. In der bundesweiten Erhebung wurden 50 große Online-Shops im Auftrag des Verbraucherministeriums Baden-Württemberg untersucht. Bei 39 Händlern wurden Mängel festgestellt.

Nur bei elf Internet-Händlern kam es zu keiner Beanstandung. Dazu zählten unter anderem Lidl, Tchibo, Arlt, Breuninger, Heine oder auch Sportscheck. Bei den anderen Anbietern bemängelt die Studie unter anderem unzulässige Angaben zu den Lieferfristen. Formulierungen wie „in der Regel“, „meistens“ oder „unverbindlich“ seien nicht erlaubt. Denn: Der Kunde könne von einer sofortigen Lieferung ausgehen, wenn keine Fristen angegeben seien. Ansonsten müssten Lieferfristen verbindlich genannt und eingehalten werden. Teilweise habe es aber auch unverständliche Formulierungen gegeben. Vereinzelt existierte keine oder nur eine unvollständige Widerrufsbelehrung, berichtet das Verbraucherministerium.

  Bei den über das Internet abgeschlossenen Verträgen handelt es sich um sogenannte Fernabsatzverträge. In diesen Fällen haben Kunden dem Ministerium zufolge grundsätzlich das Recht, binnen zwei Wochen den Vertrag zu widerrufen. Sofern es sich um die Bestellung von Waren handelt, hat der Verbraucher innerhalb dieses Zeitraums ein Rückgaberecht.

   Der baden-württembergische Verbraucherminister Rudolf Köberle (CDU), glaubt nicht, „dass die Verstöße darauf abzielen, Verbraucher bewusst zu schädigen. Vielmehr gehen wir von mangelnder Rechtskenntnis aus“.

Der Minister brach eine Lanze für kleinere und mittlere Anbieter: Für sie sei es oft schwer, ohne fachkundige Hilfe alle Verbraucherrechtsbestimmungen im Online- Handel zu erfüllen. Seine Einschätzung: „Das Niveau des Verbraucherschutzes in Deutschland ist im internationalen Vergleich hoch. Das betrifft auch den Handel im Internet.“

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