US-Luftschlag in Syrien alarmiert Anleger

Der US-Raketenangriff in Syrien beunruhigt die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Ende einer ohnehin angespannten Woche. Auch wollten sich viele Investoren vor dem anstehenden US-Arbeitsmarktbericht für März nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
| dpa
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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX).
Fredrik von Erichsen/dpa Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX).

Frankfurt/Main - Der Dax sank im frühen Handel um 0,38 Prozent auf 12.183,91 Punkte. Wirklich überraschend komme der Angriff zwar nicht, nachdem US-Außenminister Rex Tillerson eine deutliche Reaktion auf die jüngsten Ereignisse im Bürgerkriegsland angekündigt hatte, schrieb Marktanalyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK am Freitagmorgen. "Durch die Aktion kommt aber eine Komplexität in die geopolitische Lage, die vorher nicht da war." Hewson verwies auf die russische Unterstützung für die Regierung Assad.

Der Index mittelgroßer Werte MDax holte seine Verluste am Morgen mit noch 0,04 Prozent Minus bereits fast wieder auf und lag bei 24.099,69 Punkten. Der Technologiewerte-Index TecDax fiel um 0,28 Prozent auf 2.029,06 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es ebenfalls etwas abwärts.

An den Vortagen hatte das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping die Anleger von größeren Engagements abgehalten, danach sorgte eine mögliche strengere US-Geldpolitik für Sorgenfalten. Trotz der durchwachsenen Börsenwoche bleibt der Dax aber in Sichtweite seines Rekordstands von 12.390 Punkten, den er vor zwei Jahren erreicht und am Montag um ein Haar eingestellt hätte.

Öl- und Goldpreis zogen nach den Ereignissen in Syrien kräftig an. Syrien sei zwar kein wichtiges Öl-Förderland, aber durch den US-Angriff steige das Risiko einer Eskalation in der gesamten Region, erklärte der Rohstoffexperte Ric Spooner vom Handelshaus CMC Markets die steigenden Ölpreise. Gold gilt bei Anlegern, die sich gegen mögliche Börsenturbulenzen wappnen wollen, als vergleichsweise sichere Anlage, allerdings schwankt auch der Goldpreis deutlich.

Auch die Aktien des Rüstungskonzerns Rheinmetall setzten ihre Rekordrally mit plus 1,6 Prozent fort. Hier setzen die Anleger ohnehin bereits auf steigende Militärausgaben.

Um 2,3 Prozent abwärts ging es dagegen für die Aktien von Fraport nach einer Mainfirst-Studie. Analyst Tobias Sittig riet zu Gewinnmitnahmen, nachdem die Papiere des Frankfurter Flughafenbetreibers tags zuvor ein Rekordhoch erreicht hatten.

Die Papiere des des österreichischen IT-Konzerns S&T kamen auf dem höchsten Niveau seit 2004 weiter voran. Der Großaktionär der schwächelnden Kontron zeichnet deren Kapitalerhöhung und kommt damit dem Ziel näher, Kontron mit ihrer eigenen Deutschlandtochter zu verschmelzen.

Lesen Sie hier: Dax-Anleger müssen abflauende US-Geldflut verdauen

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