Telekom will mehr Frauen in ihrer Führungsspitze

Ein Novum: Als erster DAX-Konzern will die Telekom eine Frauenquote einführen. Das sei keine Gleichmacherei, betont Telekom-Chef Obermann, sondern gesellschaftliche Fairness.
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Telekom-Chef Obermann will Frauen den Aufstieg erleichtern
dpa Telekom-Chef Obermann will Frauen den Aufstieg erleichtern

BONN - Ein Novum: Als erster DAX-Konzern will die Telekom eine Frauenquote einführen. Das sei keine Gleichmacherei, betont Telekom-Chef Obermann, sondern gesellschaftliche Fairness.

Die Deutsche Telekom will mehr Frauen in ihrer Führungsspitze. Bis 2015 sollten 30 Prozent der oberen und mittleren Führungsposition in dem Unternehmen mit Frauen besetzt werden, teilte die Telekom am Montag mit. Die Frauenquote sei keine Gleichmacherei, betonte Konzernchef René Obermann, sondern ein Gebot der gesellschaftlichen Fairness und eine Notwendigkeit für den Erfolg. Schon jetzt seien 60 Prozent der Absolventen von wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen Frauen. Die Regelung, die die Telekom nach eigenen Angaben als erstes DAX-Unternehmen einführt, gilt weltweit für den gesamten Konzern.

Schon jetzt seien 60 Prozent der Absolventen von wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen Frauen, sagte Obermann weiter. Die Regelung, die die Telekom nach eigenen Angaben als erstes DAX-Unternehmen einführt, gilt weltweit für den gesamten Konzern.

Auch Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will sich darum bemühen, Frauen den Aufstieg in die Führungsetagen deutscher Unternehmen zu erleichtern. Das kündigte die CDU-Politikerin in einem Interview der “Financial Times Deutschland” an. Eine Quote, etwa in Aufsichtsräten, könne aber nur Ultima Ratio - das letzte Mittel - sein, wurde sie am Montag zitiert.

“Ich möchte zuallererst Transparenz und Berichtspflichten deutlich verbessern. Unternehmen müssen genau aufschlüsseln, welchen Frauenanteil es auf welchen Ebenen gibt und wie der sich entwickelt”, sagte Schröder. An diesen Ergebnissen müssten sich die Unternehmen dann auch messen lassen müssen. Eine Frauenquote für Aufsichtsräte sei allenfalls dann sinnvoll, wenn alle anderen Instrumente zu wenig Wirkung zeigten.

“Eine Quote ist für mich immer nur Ultima Ratio. Sie ändert nichts an den Ursachen, sie doktert nur an den Symptomen rum. Ich bin skeptisch, lehne sie aber nicht völlig ab”, wird die Ministerin zitiert. Sie räumte ein, dass sich ihre Einstellung zu diesem Thema verändert habe. “Während ich die Quote mit 18 Jahren als Mitglied der Jungen Union völlig abgelehnt habe, sehe ich inzwischen darin in manchen Fällen eine notwendige Krücke”, erläuterte die im Kabinett auch für Frauenfragen zuständige Ressortchefin. (dpa/apn/nz)

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