Studie zeigt: Frauen haben trotz Quote wenig zu sagen

Seit März ist eine Frauenquote von 30% für große Unternehmen verpflichtend. Viel verbessert hat sich aber nach einer Studie von Fidar noch nicht.
| dpa
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Die Präsidentin der Initiative "Frauen in Aufsichtsräte e. V." (Fidar), Monika Schulz-Strelow. Foto: Hannibal/Archiv
dpa Die Präsidentin der Initiative "Frauen in Aufsichtsräte e. V." (Fidar), Monika Schulz-Strelow. Foto: Hannibal/Archiv

Berlin - Die Frauenquote hat noch nicht zu einer stärkeren Beteiligung von Frauen an wichtigen Unternehmensentscheidungen geführt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Vereins Frauen in die Aufsichtsräte (Fidar).

Danach ist der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der 101 börsennotierten und voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen zwar seit Anfang 2014 gestiegen. Er liegt aktuell bei 22,1 Prozent. In den wichtigen Ausschüssen der Aufsichtsräte und in den Vorständen seien Frauen aber nach wie vor kaum präsent, heißt es in der Studie, die in Berlin veröffentlicht wurde.

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Laut Fidar bilden Fresenius und Porsche in Sachen Frauenbeteiligung das Schlusslicht: Beide Unternehmen hatten bis Ende April weder im Aufsichtsrat noch im Vorstand eine Frau. An der Spitze liegt die Telefónica Deutschland Holding, gefolgt von der Lufthansa und der Münchener Rück. Den höchsten Frauenanteil im Vorstand konnte die Lufthansa vorweisen. Zwei ihrer fünf Vorstandsmitglieder sind weiblich.

Das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe in Führungspositionen war am 1. Mai in Kraft getreten. Es schreibt für die Aufsichtsräte der 101 Unternehmen eine Frauenquote von 30 Prozent ab 2016 vor. Gibt es nicht genügend Frauen, bleibt der zu besetzende Stuhl leer.

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