Schausteller fordern Rettungsschirm

Die Schausteller fordern wegen der Corona-Krise einen staatlichen Rettungsschirm für ihre Branche. "Wir sind schon seit Monaten ohne Einnahmen und ein Ende ist nicht abzusehen", sagte der Präsident des Deutschen Schaustellerbunds (DSB), Albert Ritter.
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Der Deutsche Schaustellerbund sorgt sich um die Zukunft der Branche.
Arifoto Ug/dpa-Zentralbild/dpa/dpa Der Deutsche Schaustellerbund sorgt sich um die Zukunft der Branche.

Köln/Berlin - Die Schausteller fordern wegen der Corona-Krise einen staatlichen Rettungsschirm für ihre Branche. "Wir sind schon seit Monaten ohne Einnahmen und ein Ende ist nicht abzusehen", sagte der Präsident des Deutschen Schaustellerbunds (DSB), Albert Ritter.

Großveranstaltungen wie Volksfeste sind bis mindestens 31. August verboten. Das Münchner Oktoberfest und eine Reihe weiterer Jahrmärkte, die im Herbst geplant waren, wurden bereits abgesagt. "Kredite helfen uns nicht weiter, denn unsere ausgefallenen Umsätze sind nicht nachholbar", sagte Ritter.

Ohne Hilfen würden eine Reihe von Betrieben nicht überleben, meinte der DSB-Präsident. Ihre letzten Einnahmen hätten viele Schausteller bei den Weihnachtsmärkten erzielt, dann folgte die übliche Winterpause - danach fiel der Saisonstart wegen Corona plötzlich ins Wasser. "Wir sind auch systemrelevant, denn Spaß und Freude sind für die Menschen wichtig", sagte Ritter.

Er appellierte an Veranstalter, nicht jetzt schon alle Volksfeste für den Herbst abzusagen, sondern abzuwarten. "Wir brauchen keine lange Vorlaufzeit, um eine Kirmes aufzubauen." Sollten Volksfeste ab September wieder erlaubt werden, sei eine vorschnelle Absage im Nachhinein unnötig gewesen.

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