Mitreden bei Design neuer Euro-Banknoten

Wie sollen die Euro-Scheine künftig aussehen? Die Europäische Zentralbank hat Entwürfe veröffentlicht und fragt die Bürger nach ihrer Meinung. Es geht aber nicht nur um ein neues Design.
dpa |
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Die EZB hat Ende 2021 einen Prozess zur Neugestaltung der Geldscheine angestoßen. Im Juli 2026 stellte EZB-Präsidentin Christine Lagarde die Gestaltungsentwürfe vor, die in die engere Wahl gekommen sind. (Archivbild)
Die EZB hat Ende 2021 einen Prozess zur Neugestaltung der Geldscheine angestoßen. Im Juli 2026 stellte EZB-Präsidentin Christine Lagarde die Gestaltungsentwürfe vor, die in die engere Wahl gekommen sind. (Archivbild) © Andreas Arnold/dpa
Frankfurt/Main

Leonardo da Vinci oder Weißstorch, Beethoven oder Basstölpel? Die Abstimmung über das Design der neuen Euro-Banknoten geht auf die Zielgerade. Noch bis einschließlich nächste Woche Montag (21.9.) können sich Europäerinnen und Europäer an einer Online-Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) beteiligen.

Mehr als neun Millionen Menschen haben dies bereits getan, wie die Notenbank in Frankfurt mitteilte. Das Votum findet bei der endgültigen Entscheidung des EZB-Rates Berücksichtigung, die Ende 2026 fallen soll. Bis die neugestalteten Banknoten in Umlauf gebracht werden, wird es noch eine Weile dauern.

Berühmte Persönlichkeiten oder Flüsse und Vögel 

In einer Vorauswahl für die Motive hatte die EZB zwei Themen festgelegt. Für jedes liegen jeweils fünf Vorschläge zur Umsetzung vor:

  • "Europäische Kultur": Auf der Vorderseite der Scheine sind berühmte Europäer wie Ludwig van Beethoven, Marie Curie und Leonardo da Vinci verewigt. Die Rückseiten zeigen etwa Darstellungen von Straßenkünstlern oder einem Sängerfest.
  • "Flüsse und Vögel": Fokus ist in diesem Fall die "Widerstandskraft und Vielfalt der natürlichen Ökosysteme Europas". Unter anderem Eisvogel und Weißstorch kommen zu Ehren. Auf der Rückseite der Scheine werden europäische Institutionen abgebildet, zum Beispiel das Europäische Parlament, die Europäische Kommission und die EZB.

Fälschung der Scheine soll noch schwerer werden

Die neuen Euro-Scheine sollen zudem zusätzliche Sicherheitsmerkmale enthalten, um Kriminellen das Herstellen von Falschgeld weiter zu erschweren. Zudem wollen die Euro-Währungshüter die Umweltfolgen der Produktion verringern: Die Scheine sollen länger halten. Ein weiterer Aspekt: Für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen sollen die Banknoten besser erkennbar sein.

Die ersten Euro-Banknoten wurden am 1. Januar 2002 ausgegeben. Seit Mai 2019 ist die zweite Generation der Scheine mit neuen Sicherheitsmerkmalen komplett. Der Euro ist gemeinsame Währung von rund 358 Millionen Menschen in 21 Ländern der Europäischen Union.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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