Letztes Bier bei Brauerei Eichbaum nach fast 350 Jahren

Für 181 Mitarbeiter kommt das Aus. Wie geht es mit der Marke weiter?
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Eichbaum wird nun abgewickelt. (Archivbild)
Eichbaum wird nun abgewickelt. (Archivbild) © Wolfgang Jung/dpa
Mannheim

Bei der insolventen Brauerei Eichbaum ist nach fast 350 Jahren das letzte Bier gebraut worden. Die Produktion wurde zum 30. September eingestellt, wie das Unternehmen in Mannheim mitteilte. Die operative Geschäftstätigkeit ende spätestens zum 31. Dezember. 

Von der Stilllegung des Betriebs sind 181 Arbeitsplätze betroffen. Für die Beschäftigten wurden ein Interessenausgleich und ein Sozialplan zwischen Unternehmensleitung und Betriebsrat vereinbart. Die Brauerei wurde nach eigenen Angaben 1679 gegründet.

Früheren Angaben zufolge soll die Brauerei Park & Bellheimer (Pirmasens) die Marke der Mannheimer Traditionsbrauerei übernehmen. Eichbaum-Biere werden laut Unternehmensmitteilung weiterhin in der Gastronomie, im Getränkefachgroßhandel und im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich sein. Gebündelt werde das Eichbaum-Markengeschäft laut früherer Mitteilung in der Eichbaum-Vertriebs GmbH mit Sitz in Mannheim. 

Die Brauerei hatte Ende Oktober 2025 den Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Im Export war der Umsatz zurückgegangen, im Inland sank die Nachfrage. Das führte zu einem Liquiditätsengpass. 

Auch andere Traditionsmarken betroffen

Eichbaum ist nicht die einzige Traditionsbrauerei, für die es nicht weitergeht. Erst am Dienstag hatte Wolters in Braunschweig mitgeteilt, dass dort nur noch bis Jahresende Bier gebraut wird. Auch hier gibt es Bemühungen, die Marke zu erhalten. Der deutsche Biermarkt war im vergangenen Jahr so stark geschrumpft wie noch nie seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt Anfang Februar berichtet hatte.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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