KNDS erhält bislang 350 Aufträge für neues Leopard-2-Modell

Wachsende Angst vor Russland beschert Europas Rüstungsfirmen einen Boom. Das neue Modell des Leopard 2 ist gefragt.
dpa |
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Der Leopard 2 A8 bei der ersten öffentlichen Präsentation Ende November (Archiv)
Der Leopard 2 A8 bei der ersten öffentlichen Präsentation Ende November (Archiv) © Sven Hoppe/dpa
München

Beim deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS sind bislang 350 Bestellungen aus fünf Ländern für das neue Modell des Leopard-2-Panzers eingegangen. Das sagte ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage. Neben Deutschland haben auch die Niederlande, Norwegen, Litauen und Tschechien die Weiterentwicklung des 1979 eingeführten Panzers geordert. 

Weitere Bestellungen wahrscheinlich

Dabei wird es wahrscheinlich nicht bleiben. Die Bundeswehr hat bislang 123 Exemplare des Leopard 2 A8 bestellt. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte bei der ersten öffentlichen Präsentation des Panzers bereits eine Beschaffungsvorlage für weitere 75 Stück angekündigt. 

Nach Angaben von KNDS Deutschland laufen Gespräche mit weiteren Kunden. Das neue Modell A8 ist unter anderem mit einem Schutzsystem des israelischen Herstellers Rafael ausgerüstet, das anfliegende Geschosse und Drohnen noch vor ihrem Aufprall zerstören soll.

Milliardenumsatz für das Unternehmen

Auftragsvolumen und Lieferzeiten nennt KNDS nicht. Klar ist jedoch, dass sich die Bestellungen auf ein beträchtliches Milliardenvolumen summieren und das Unternehmen mehrere Jahre beschäftigt sein wird. 

Ein neuer Leopard-Panzer kostet einen zweistelligen Millionenbetrag im höheren Zehnerbereich, hinzu kommen Wartung und Instandhaltung. So plant allein die Bundesregierung für die bisher bestellten 123 Leopard 2 A8 Ausgaben von mehr als 3,4 Milliarden Euro ein. 

Derzeit sind von den im Laufe der vergangenen Jahrzehnte ausgelieferten Leopard 2 laut KNDS noch 3.300 Fahrzeuge in den Streitkräften von 23 Ländern in Betrieb.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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