Größter deutscher Windpark auf See in Betrieb genommen

Der Eröffnungstermin ist allerdings rein zeremoniell: Denn der Windpark He Dreiht liefert schon länger Strom. Nach dem Plan von EnBW soll der Windpark im Oktober die volle Kapazität erreichen.
dpa |
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Der Windpark He Dreiht besteht aus 64 Windenergieanlagen. (Archivbild)
Der Windpark He Dreiht besteht aus 64 Windenergieanlagen. (Archivbild) © Lars Penning/dpa
Hamburg

Die Inbetriebnahme des bislang größten deutschen Windparks auf See hat der Energieversorger EnBW in Hamburg gefeiert. Der Nordsee-Windpark He Dreiht, der rund 110 Kilometer von Helgoland entfernt steht, ist schon länger im Teilbetrieb. Mehr als zwei Drittel der Turbinen haben EnBW zufolge bislang Strom eingespeist. Das Unternehmen aus Karlsruhe erwartet, dass die volle Kapazität des Windparks erstmals im Oktober erreicht wird. 

He Dreiht besteht aus 64 Windkraftanlagen des dänischen Herstellers Vestas und weist eine Leistung von annähernd einem Gigawatt (960 Megawatt) auf. Die Gesamtleistung der Windräder in der deutschen Nord- und Ostsee lag zum Ende des ersten Halbjahres - teils inklusive He Dreiht - bei rund 10,8 Gigawatt, wie der Bundesverband Windenergie Offshore aus Berlin mitteilte.

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sagte, He Dreiht mache Deutschland unabhängiger von fossiler Energie. "In der Entwicklung der Offshore-Windenergie liegt enormes wirtschaftliches Potential für die Küstenregionen, aber auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt." 

Der Geschäftsführer des Bundesverbands Windenergie Offshore, Stefan Thimm, sprach von einem großen Sprung für die Offshore-Windenergie in Deutschland. 

Nach Angaben von EnBW sind rund 2,4 Milliarden Euro in das Projekt investiert worden. Der Energieversorger hat mit mehreren anderen Unternehmen Stromlieferverträge abgeschlossen.

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