Experte sorgt sich um niedrige Börsenwerte deutscher Banken

Finanzstaatssekretär Jörg Kukies betrachtet die vergleichsweise niedrigen Börsenwerte deutscher Banken mit Sorge.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Deutsche Finanzinstitute sind gegenwärtig an der Börse ziemlich niedrig bewertet.
Boris Roessler/dpa Deutsche Finanzinstitute sind gegenwärtig an der Börse ziemlich niedrig bewertet.

Frankfurt/Berlin - Finanzstaatssekretär Jörg Kukies betrachtet die vergleichsweise niedrigen Börsenwerte deutscher Banken mit Sorge.

"Deutsche Finanzinstitute sind gegenwärtig an der Börse ziemlich niedrig bewertet. Es gibt aber auch nach Börsenwert richtig große Banken aus China, den USA oder Frankreich", sagte Kukies der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag). Die Deutsche Bank ist an der Börse gerade noch knapp über 15 Milliarden Euro wert, die Commerzbank rund 8 Milliarden Euro.

Auf die Frage, ob er die Gefahr sehe, dass Deutsche Bank oder Commerzbank von größeren Konkurrenten übernommen werden könnten, antwortete Kukies: "In der Finanzwelt werden solche Entscheidungen von den Aktionären und Vorständen der Unternehmen getroffen, der Staat setzt den Rahmen."

Seit Sommer werben Kukies, der zuvor Deutschlandchef der US-Bank Goldman Sachs war, und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) dafür, dass Europas größte Volkswirtschaft stärkere Banken brauche. Das nährt auch Spekulationen, die Politik dringe auf eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank.

Die Bundesregierung steht nach eigenem Bekunden "wirtschaftlich sinnvollen Optionen offen gegenüber". Der Bund ist mit gut 15 Prozent größter Einzelaktionär der Commerzbank. Kukies bestätigte, dass er im vergangenen Jahr 23 Mal mit Vertretern der Deutschen Bank gesprochen habe. "Mehr sage ich aber nicht dazu, sorry", fügte er hinzu.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen